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22.05.2019 Marion Schlegel

Deutsche Telekom: Im Wechselbad der Gefühle – kippt die Fusion doch noch?

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Deutsche Telekom

Erst die Empfehlung des Chefs der US-Regulierungsbehörde FCC Ajit Pai, die Fusion zwischen der Telekom-Tochter T-Mobile US und Spring zu genehmigen. Die beiden Parteien hätten signifikante Zugeständnisse gemacht. So boten die Unternehmen den Angaben zufolge neben Verkäufen auch den Aufbau eines 5G-Netzes sowie 5G-Dienstleistungen auch in ländlichen Gebieten an. Er glaube, die Transaktion sei im öffentlichen Interesse, so Pai. Dann folgte der Schock: Kreisen zufolge tendiert das Justizministerium (DOJ) in Washington dazu, den Kauf trotz Zugeständnissen der beiden Unternehmen abzulehnen. Makan Delrahim, dem Chef der DOJ-Wettbewerbsbehörde, scheinen die Zugeständnisse nicht weit genug zu gehen.

Bereits in der Vergangenheit hatte Delrahim bewiesen, dass er unberechenbar ist, als er die Übernahme von Time Warner durch AT&T blockieren wollte – letztlich aber erfolglos. Ob die T-Mobile-Fusion nun durchgeht, dürfte von der Art der Bedenken abhängen. Geht es nur um die Preise für Prepaid-Kunden, sind weitere Zugeständnisse denkbar. Sind die Zweifel aber allgemeiner Natur, da statt vier nur noch drei große Wettbewerber am Markt sind, dürfte es schwer werden, den Deal noch durchzuboxen.

Das Gros der Analysten zeigt sich dennoch optimistisch. Analyst Karsten Oblinger von der DZ Bank sieht auch jetzt weiter eine "hohe Genehmigungswahrscheinlichkeit", ein Scheitern könne aber nicht ausgeschlossen werden. Auch Wolfgang Specht vom Bankhaus Lampe hält die Risiken für deutlich gesunken, auch wenn dem DOJ vielleicht letztlich noch weitere Zugeständnisse gemacht werden müssten. Einen möglichen Zusammenschluss hat zuletzt die Schweizer Großbank UBS positiv bewertet: Die entstehenden Synergieeffekte könnten der Telekom-Aktie einen Zuwachs von drei Euro bescheren, so Analyst Polo Tang.

Die Aktie der Deutschen Telekom muss leichte Verluste einstecken, zeigt sich aber insgesamt relativ unbeeindruckt. DER AKTIONÄR empfiehlt, bei der Dividendenperle (Dividendenrendite: 4,7 Prozent) weiter an Bord zu bleiben.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Deutsche Telekom.

(Mit Material von dpa-AFX)

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