02.04.2020 Marion Schlegel

Deutsche Post: Analyst sieht 40-Prozent-Chance – jetzt kaufen?

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Deutsche Post

Weniger Warenlieferungen aus Asien und Amerika und weniger Geschäftspost: Die Corona-Krise wirkt sich auch auf die Kurier- und Paketdienste nach Angaben aus der Branche negativ aus – trotz geschlossener Einzelhandelsgeschäfte.

"Im Durchschnitt fällt deutlich mehr weg als dazu kommt", sagt Andreas Schumann, Vorsitzender des Bundesverbands der Kurier-Express-Post-Dienste (BdKEP). Diesem gehören unter anderem Subunternehmen der großen Paketdienste wie DHL und DPD an.

Problematisch sei für viele Dienstleister unter anderem, dass lukrative Fahrten von Unternehmenszentralen zu Filialen ausblieben. Dabei werden normalerweise gleich mehrere Pakete an dieselbe Adresse geliefert. Auch die geschlossenen Grenzen haben laut dem BdKEP einen negativen Effekt. "Das Weltpostsystem ist sehr stark heruntergefahren. Sendungen fehlen in den Mengenströmen", sagt Schumann.

Deutsche Post (WKN: 555200)

Die Aktie der Deutschen Post hat in den vergangenen Wochen ebenfalls massiv unter der Corona-Krise gelitten. Musste man für die Aktie Mitte Dezember noch 35 Euro bezahlen, waren es beim jüngsten Korrekturtief Mitte März nur noch 19,10 Euro. Doch ein Gros der Analysten zeigt sich zuversichtlich.

Die Privatbank Berenberg beispielsweise hat das Kursziel für Deutsche Post zwar von 39 auf 33 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Die Corona-Krise dürfte die Gewinne der Logistikbranche belasten, so Analyst William Fitzalan Howard in einer am vergangenen Freitag veröffentlichten Branchenstudie. Nachdem sich die Aktien der Deutschen Post zuletzt schwächer geschlagen hätten als die der Wettbewerber, zählten sie zu seinen "Top Picks".

DER AKTIONÄR hat bereits vor Kurzem mutigen Anlegern dazu geraten, sich ein paar Stücke der Deutschen Post ins Depot zu legen. An den langfristig positiven Aussichten hat sich nichts geändert. Die Positionen sollten mit einem Stopp bei 16,50 Euro nach unten abgesichert werden.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Deutsche Post.

(Mit Material von dpa-AFX)