29.03.2020 Leon Müller

Deutsche Post: Bald keine Pakete mehr?

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Deutsche Post

Die Deutsche Post nimmt eine wichtige Rolle in der Corona-Krise ein: Sie gewährleistet die Zustellung nicht nur von Briefsendungen, sondern auch von Paketen. Angesichts der Schließung des Einzelhandels bestellen viele online. Amazon gilt als einer der Profiteure dieser Entwicklung. Die Post ebenfalls. Jetzt bereitet sich die Post auf "weitere Einschränkungen" vor.

Was bisher reibungslos funktioniert, könnte sich bald ändern: Die Deutsche Post bereitet sich wegen der Corona-Pandemie auf "weitere Einschränkungen" ihrer Dienstleistungen vor. "Der Umgang mit solchen Einschränkungen ist uns in besonderen lokalen Quarantäne-Gebieten bereits vertraut", teilte die Deutsche Post am Sonntag mit. Bisher gebe es keine wesentlichen Einschränkungen der Brief- und Paketversorgung in Deutschland. "Wir tun alles, um sowohl unsere Mitarbeiter wie auch unsere Kunden soweit es geht zu schützen und die Postversorgung wie gewohnt aufrecht zu erhalten", teilte das Unternehmen auf Anfrage mit und machte darüber hinaus keine weiteren Angaben.

Deutsche Post (WKN: 555200)

Nach Informationen der Welt am Sonntag sieht eine Notfall-Planung vor, dass in extremen Situationen in "geschlossenen Gebieten" lediglich Einschreibebriefe und Sendungen an Behörden oder Gesundheitseinrichtungen zugestellt werden. Ab einem Krankenstand bei der Post von 30 Prozent sollen demnach Briefe und Pakete nur noch an drei Tagen zugestellt werden. Ab einem Krankenstand von 80 Prozent sollen Zusteller nur noch einmal wöchentlich austragen. Zu diesen Details äußerte sich die Post nicht.

Die Deutsche Post gilt als eines derjenigen Unternehmen, die vergleichsweise gut durch die Corona-Krise kommen könnten. Zwar wird eine Rezession auch die Post treffen, allen voran im Frachtgeschäft. Die Zunahme im Online-Handel allerdings dürfte die Krise überdauern. Händler wie Amazon und Zooplus, aber auch Versandapotheken verzeichnen eine gesteigerte Nachfrage. Als Mitglied der AKTIONÄR Hotlist ist die Post ein potenzieller Kandidat für das neu aufgelegte AKTIONÄR Depot. Mit ersten Transaktionen dürfen Leser in den kommenden Tagen rechnen. Zur Verfügung stehen 100.000 Euro. Wenn Sie wissen wollen, welche Unternehmen noch den Sprung in die Hotlist geschafft haben, lesen Sie die neue Ausgabe des AKTIONÄR (14/2020), die Sie hier als digitales E-Paper herunterladen können.

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Mit Material von dpa-AFX

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Deutsche Post.