19.12.2019 Nikolas Kessler

Deutsche Bank: Diesen Bereich trifft der Umbau besonders hart

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Der Sparkurs bei der Deutschen Bank wird immer konkreter. Nach Meldungen über geplante Filialschließungen gibt es nun Insiderberichte zum geplanten Personalabbau. Demnach könnte ein Drittel aller geplanten Stellenstreichungen auf das Privatkundengeschäft entfallen.

Wie das Handelsblatt unter Berufung auf Finanzkreise berichtet, könnten im Privatkundengeschäft der Deutschen Bank in den nächsten Jahren bis zu 6.000 Arbeitsplätze wegfallen. Dabei gehe es sowohl um Arbeitsplätze, die direkt in der Privatkundensparte angesiedelt sind, als auch um Infrastruktur- und Querschnittsaufgaben etwa in der IT.

Die Deutsche Bank hatte im Juli das Ziel ausgegeben, die Zahl der Vollzeitstellen bis Ende 2022 um rund 18.000 auf weltweit 74.000 zu verringern. Ende September des laufenden Jahres gab es im Konzern noch knapp 89.958 Vollzeitstellen. Bislang sagt die Bank nicht, wie stark der Personalabbau einzelne Regionen oder Sparten betreffen wird. Auch die nun genannten Zahlen wollte ein Unternehmenssprecher nicht kommentieren.

Bereits am Mittwoch hatte das Manager Magazin gemeldet, dass die Deutsche Bank im Zuge ihres Umbau- und Sparprogramms die Schließung von bis zu 300 Filialen erwägt (DER AKTIONÄR berichtete). Beim Investorentag in der Vorwoche hatte das Institut bereits angekündigt, das Filialnetz noch einmal unter die Lupe nehmen zu wollen. Konkrete Zahlen gibt es aber auch dazu noch nicht.

Deutsche Bank (WKN: 514000)

Die Restrukturierung bei der Deutschen Bank läuft auf Hochtouren, dürfte das Institut aber noch über Jahre hinweg beschäftigen. Gleichzeitig sind die Erfolgsaussichten ungewiss. DER AKTIONÄR rät daher weiterhin vom Einstieg ab.

Mit Material von dpa-AFX.