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24.11.2019 Martin Mrowka

DAX-Wochenausblick: Deshalb könnte es noch weiter aufwärts gehen

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DAX

Am deutschen Aktienmarkt dürften die Anleger in der neuen Woche eher optimistisch bleiben und den DAX in Richtung seines alten Rekordhochs treiben. Widersprüchliche Aussagen im Handelsstreit zwischen den USA und China und magere Konjunkturdaten hatten zuletzt nicht ernsthaft verschreckt. Marktexperten erwarten daher auch weiterhin eher ruhige Gelassenheit statt Sorge und größere Risikoscheu. Ein Wochenausblick.

Trotz all dem Hin und Her wird damit gerechnet, dass es über kurz oder lang zu einer Einigung zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften kommen wird. So bleiben die meisten Anleger weiter investiert und warten auf den Durchbruch in den Zollgesprächen. Derweil ist die Berichtssaison am Ende angelangt. Nur noch wenige Nachzügler werden Quartalszahlen bekanntgeben. Auch konjunkturseitig geht es in der neuen Woche eher ruhig zu, zumal in den USA der Feiertag "Thanksgiving" ansteht.

25 Prozent Plus seit Jahresanfang

Am Freitag ging der DAX bei 13.163 Zählern ins Wochenende. Auf Wochensicht bedeutete das für den Leitindex nach sechs Gewinnwochen in Folge einen Verlust von 0,6 Prozent. Der MDAX <DE0008467416> gab in der abgelaufenen Woche um 0,4 Prozent auf 27.091 Zähler nach.

In dieser Woche hatte der DAX bei 13.374 Punkten den höchsten Stand seit Januar 2018 erreicht. Bis zu seinem Rekordhoch aus demselben Monat bei 13.596 Punkten ist der Weg damit nicht mehr weit. Im bisherigen Jahresablauf können sich die Anleger bereits über ein sattes Plus von 25 Prozent im DAX freuen, wobei es vor allem seit Oktober wieder spürbar aufwärts gegangen ist.

Positiver Trend dürfte sich fortsetzen

"Die Grundtendenz am Aktienmarkt ist seit geraumer Zeit eher aufwärts gerichtet" und die Jahresendrally sei bereits angelaufen, sagte Analyst Carsten Klude von Warburg Research. Dieser Trend dürfte sich seines Erachtens in der nächsten Woche fortsetzen, "zumal die Berichtsaison durch ist, und es nun wenig Neues von den Unternehmen gibt."

Ähnlich sieht es auch Chartanalyst Andreas Büchler vom Statistik-Newsletter Index Radar: Die jüngste kurzfristige Konsolidierung sei in einem sehr moderaten Rahmen erfolgt, und der DAX habe sich rasch wieder stabilisiert. "Etwas ausgebremst wird der Index durch die nur unwesentlich entfernten Vorjahresrekordstände im Bereich der 13.500er-Marke".

DAX (WKN: 846900)

Wenig Konjunkturdaten

Konjunkturseitig rückt hierzulande vor allem der am Montag erwartete Ifo-Geschäftsklima-Index für November in den Blick, der die Stimmung in der deutschen Wirtschaft widerspiegelt. Nachdem er sich zuletzt etwas stabilisiert hatte, wird erwartet, "dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzt", sagte Klude. Darüber hinaus dürften noch die Verbraucherpreise für Deutschland am Donnerstag von Interesse sein.

Impulse aus den USA sind indes rar. Am Donnerstag bleiben die US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen und am Freitag wird nur verkürzt gehandelt. Datenseitig könnten allenfalls zur Wochenmitte die US-Auftragseingänge für langlebige Güter in den Blick rücken.

Nachzügler mit Quartalszahlen

Unter den DAX-Konzernen legt am Freitag nur noch der Versorger Eon seinen Quartalsbericht vor. Analyst James Brand von der Deutschen Bank wartet insbesondere auf aktuelle Aussagen über die Jahresziele 2019. Zudem verwies er darauf, dass die Übernahme des Stromanbieters Innogy das Zahlenwerk verkompliziert. Die einstige RWE-Tochter wird ihre eigene Quartalsbilanz am Donnerstag bekannt geben.

Am Montag berichtet außerdem noch der Ökostrom-Erzeuger Encavis, der nach Abschluss des ersten Geschäftshalbjahrs seine Jahresziele bereits zum zweiten Mal aufgestockt hatte. Am Dienstag legen der Start-up-Investor Rocket Internet sowie Home24, an dem Rocket mit knapp 11 Prozent beteiligt ist, Zahlen vor. Auch der Saatguthersteller KWS Saat rückt mit seinem Quartalsbericht in den Blick.

Der Bremsenspezialist Knorr-Bremse und der Immobilienkonzern Aroundtown stellen ihre Geschäftsberichte am Mittwoch vor. Aroundtown hatte zuletzt im Zuge der geplanten Fusion mit TLG Nägel mit Köpfen gemacht und ein Übernahmeangebot vorgelegt. Vorstand und Aufsichtsrat von TLG unterstützten die Offerte, durch die im Erfolgsfall einer der größten Anbieter von Bürohäusern Europas entstünde. (Mit Material von dpa-AFX)

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