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DAX fällt um 3 % – Handelskonflikte eskalieren, Rezessionssorgen wachsen

DAX fällt um 3 % – Handelskonflikte eskalieren, Rezessionssorgen wachsen
Foto: Stonel/Shutterstock
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Lukas Meyer 09.04.2025, 18:25 Lukas Meyer

Der DAX ist am Mittwoch mit einem Minus von drei Prozent aus dem Handel gegangen. Neue Strafzölle Chinas und EU-Gegenmaßnahmen schüren Konjunktursorgen. Unter Druck: Gesundheits-, Öl- und Immobilienwerte. Auch die Wall Street zeigte sich volatil.

Der DAX verlor am Mittwoch drei Prozent und schloss bei 19.670 Punkten. Neue US-Zölle auf Importe lösten Gegenmaßnahmen aus China und der EU aus. Die Folge: weltweite Kursverluste.

DAX (WKN: 846900)

China kündigte ab dem 10. April pauschale Zusatzzölle von 84 Prozent auf US-Waren an. Die USA fordern nun insgesamt 104 Prozent auf chinesische Produkte. Auch Brüssel reagierte: Die EU genehmigte ein erstes Maßnahmenpaket – als Antwort auf US-Zölle auf Stahl und Aluminium.

Rezessionsangst drückt Kurse weltweit

Der EuroStoxx 50 verlor 3,17 Prozent, der Stoxx 600 stürzte um 3,5 Prozent ab – tiefster Stand seit Januar 2024. Besonders schwach: Gesundheitswerte (-5,9 %) sowie Öl- und Gaskonzerne (-5,0 %).

Der MDAX sank um 2,76 Prozent auf 24.866 Punkte. Der CAC 40 verlor 3,34 Prozent, der FTSE 100 2,9 Prozent.

In den USA zeigten sich die Börsen zur europäischen Schlussglocke uneinheitlich: Dow schwächer, Nasdaq leicht im Plus. US-Staatsanleihen wurden abverkauft.

„Die Reaktion am Anleihemarkt ist ein Warnsignal“, sagte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. Selbst US-Staatsanleihen als sicherer Hafen stünden infrage – das könne neue Marktverwerfungen auslösen.

Größter DAX-Verlierer war Fresenius (-5,3 %), gefolgt von Bayer (-4,6 %). Der Pharmasektor leidet unter Spekulationen über mögliche US-Zölle auf Medikamente.

Redcare brach nach Ankündigung einer Wandelanleihe um 16,7 Prozent ein. Händler nannten die Reaktion übertrieben – das Marktumfeld bleibe aber schwierig.

Vonovia verlor 3,8 Prozent. Sinkende Anleiherenditen stützen nicht mehr. Traton rutschte nach enttäuschenden Zahlen 7,8 Prozent ab – tiefster Stand seit über einem Jahr.

Trotz globaler Unsicherheit sendet Berlin ein stabiles Signal: CDU/CSU und SPD bilden eine neue Bundesregierung.

Auch am Donnerstag droht hohe Volatilität. US-Erzeugerpreise und Aussagen der Fed könnten neue Impulse liefern. Anleger sollten mit weiteren Turbulenzen rechnen.

Enthält Material von dpa-AFX

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