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DAX-Anleger in Alarmbereitschaft: Hält die 9.900?

DAX-Anleger in Alarmbereitschaft: Hält die 9.900?
Foto: Börsenmedien AG
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Thomas Bergmann 04.05.2016, 09:00 Thomas Bergmann
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Der DAX steht am Mittwoch vor einer wichtigen Bewährungsprobe. Nach dem neuerlichen Kursrutsch vom Vortag und dem Absturz auf 9.926 Zähler gilt es jetzt die Marke von 9.900 Punkten zu verteidigen. Sollte das nicht gelingen, dürfte sich die jüngste Talfahrt noch einmal beschleunigen. Für Zuversicht sorgen die neuesten Quartalsbilanzen einiger Großkonzerne. 

Tags zuvor hatten noch durchwachsene Quartalsberichte von Unternehmen und ein starker Euro den DAX um fast zwei Prozent nach unten gezogen. Der Kurs des Euro gab nun aber nach Aussagen eines Vertreters der US-Notenbank Fed einen Teil seiner jüngsten Gewinne wieder ab. Dennis Lockhart, Chef der regionalen Notenbank von Atlanta, hatte eine Leitzinsanhebung im Juni als eine "reale Option" bezeichnet.

Siemens über den Erwartungen

Zudem lieferte die Berichtssaison der Unternehmen am Morgen insgesamt positivere Impulse als noch am Vortag. Siemens schnitt beim operativen Gewinn besser ab als erwartet, der Baustoffkonzern HeidelbergCement erhöhte wegen besserer Geschäfte vor allem in den USA und Großbritannien seine Gewinnziele für das laufende Jahr. Continental passte seine Cashflow-Prognose für 2016 nach oben an. Auch die Geschäftszahlen der Deutschen Telekom, die im ersten Quartal bei Umsatz und Gewinn dank ihrer starken US-Tochter zulegte, können sich sehen lassen. Lediglich Beiersdorf konnte die Erwartungen nicht erfüllen.

Technisch betrachtet ist für den DAX von hoher Bedeutung, dass die massive Unterstützung bei 9.900 nicht unterschritten wird. Sollte diese Linie nicht halten, ist damit zu rechnen, dass der deutsche Leitindex das Aufwärtsgap von Mitte April schließen wird. Dessen untere Gap-Kante liegt bei 9.770 Punkten. Dreht der Markt auch hier nicht, kann es durchaus auf 9.500 Zähler nach unten gehen.

Hoffnungsschimmer

Für Hoffnung sorgen jedoch die jüngsten Quartalszahlen und die Korrektur beim Euro. Nachdem die europäische Einheitswährung gestern schon über 1,16 Dollar stand, notiert sie zur Stunde unterhalb von 1,15 Dollar. Wichtig ist aber ein schneller Anstieg über die Marke von 10.000 Punkten.

DER AKTIONÄR hatte am Vortag ein Abstauberlimit bei 10.000 Punkten empfohlen mit Stopp bei 9.880 Zählern. Mehr zum DAX sehen Sie im täglichen DAX-Check bei DER AKTIONÄR TV oder lesen Sie an dieser Stelle.

(mit Material von dpa-AFX)

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