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Das geht in Österreich und der Schweiz: Wirtschaft der Eidgenossen grüßt von oben

Das geht in Österreich und der Schweiz: Wirtschaft der Eidgenossen grüßt von oben
Foto: Shutterstock
02.09.2021, 13:05 ‧ Carsten Kaletta

Die Schweizer Wirtschaft ist gut in Form und im zweiten Quartal deutlich gewachsen. Nach einem Corona-bedingt schwachen ersten Jahresviertel hat die Wirtschaft mit zunehmenden Lockerungen ab Frühling wieder Fahrt aufgenommen. Der Vergleich zur Eurozone fällt allerdings negativ aus. Doch dafür gibt es einen guten Grund.

In den Monaten April bis Juni stieg das Bruttoinlandprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 1,8 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag in Bern mitteilte. Die Zahl für das erste Quartal wurde zudem leicht nach oben revidiert. Demnach schrumpfte die Wirtschaftsleistung zu Beginn des Jahres nur um 0,4 Prozent, nachdem zuvor ein Rückgang um 0,5 Prozent gemeldet worden war.

Im Rahmen der Prognosen

Der BIP-Anstieg im zweiten Quartal kommt nicht überraschend und fiel etwa im Rahmen der Analysten-Erwartungen aus. Im Jahresvergleich ist der Anstieg der Wirtschaftsleistung mit 7,7 Prozent massiv ausgefallen. Die Schweizer Wirtschaft war vor allem in der Periode von April bis Juni 2020 wegen des ersten Lockdowns stark rückläufig, was nun zum starken Wachstum im Vorjahresvergleich geführt hat. Insgesamt war die Wirtschaft im vergangenen Jahr um 2,4 Prozent geschrumpft.

Pluszeichen in allen Wirtschaftssektoren

Wie das Seco in der heutigen Mitteilung weiter schreibt, stieg die Wertschöpfung im Dienstleistungssektor im Berichtsquartal nach der Lockerung der jüngsten Corona-Massnahmen markant. Auch der Konsum erholte sich kräftig. Die Industrie wuchs ebenfalls, wenn auch weniger stark als in den Vorquartalen. Insgesamt lag das BIP im zweiten Quartal nur noch 0,5 Prozent unter dem Vorkrisenniveau des vierten Quartals 2019.

Robuster als die Eurozone

Im Vergleich zum Euroraum fällt das ist das Schweizer BIP-Wachstum geringer aus. Im Gebiet der Gemeinschaftswährung lagen die Zuwachssraten bei zwei Prozent (gegenüber dem Vorquartal) und 13,6 Prozent (gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Das resultiert aus der Tatsache, dass die Eidgenossen das vergangene Corona-Jahr wirtschaftlich besser verkraftet und damit einen geringen Erholungsbedarf haben.

Quelle: Finanztreff
Schweizer Standardwerte-Index (SMI), Sechs-Monats-Cart

(Mit Material von dpa-AFX)

Die Zahlen belegen eindeutig: Die Schweizer Wirtschaft ist bestens in Schuss, der dortige Aktienmarkt daher (langfristig) aussichtsreich.


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