13.03.2019 Jochen Kauper

Daimler: Modellwechsel sorgen für weiteren Absatz-Einbruch – Aktie kommt nicht in die Gänge

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Daimler
Trendthema

Daimler steht unter Druck. Der Wechsel zu neuen Modellen hat die Absätze weiter nach unten rutschen lassen. Darüber hinaus macht Konkurrent Volkswagen ordentlich Dampf was die Elektromobilität betrifft. Daimler bleibt , was den Umbau von den Verbrennern hinzu Elektroautos und Wasserstoffantrieb angeht, einiges schuldig. Bleibt zu hoffen, dass nach der Amtsübergabe bei der Hauptversammlung im Mai von Dieter Zetsche zu Ola Källenius endlich ein frischer Wind weht.

Daimler hat den Rückwärtsgang eingelegt. Auch im Februar blieben die Absatzzahlen hinter denen des Vorjahres zurück. Weltweit verkaufte der Premium-Autobauer in den ersten beiden Monaten insgesamt 333.229 Autos der Kernmarke Mercedes-Benz. Das sind 6,7 Prozent weniger als im Januar und Februar des Vorjahres. Grund dafür sei der Wechsel auf neue Modelle. „Wir gehen davon aus, dass die laufenden Modellwechsel wesentliche Impulse beim Absatz in den kommenden Monaten setzen werden“, sagte Daimler-Vertriebschefin Britta Seeger.


In der Vergangenheit wurden schwächere Verkäufe in Europa und in den USA immer wieder durch starke Zuwächse in China abgefordert. Aber auch hier gingen die Absätze zuletzt zurück. Der wichtigste Automarkt der Welt schwächelt das erste Mal seit 20 Jahren.


BMW und Daimler

Daimler und BMW werden in Zukunft eng zusammenarbeiten. Vor wenigen Tage haben die beiden Autobauer bekannt gegeben, zusammen an selbstfahrende Autos zu forschen. Erst kurz davor haben BMW und Daimler ihre Mobilitätsdienste zusammengelegt.


Neue Vision?

Bleibt zu hoffen , dass Ola Källenius den Hebel umlegen wird. Bei der Hauptversammlung im Mai wird Zetsche das Amt an den Schweden übergeben. Schon jetzt fragen sich die mehr als 300.000 Mitarbeiter des Auto- und Lastwagenherstellers wie die Zukunftsvision von Källenius aussehen wird.


Daimler-Aktie: Geduld! 
Was die Daimler-Aktie betrifft, so kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Das Ppaier des Autobauers kommt nicht richtig vom Fleck. Es fehlt eine neue Vision. An der 200-Tage-Linie ist das Papier zuletzt wieder abgeprallt. Jetzt gilt es die 90-Tage-Linie bei 50,16 Euro zu verteidigen. Abwarten!