05.08.2019 Marion Schlegel

Daimler: Jetzt wird es eng für die Aktie – darauf müssen Sie jetzt achten!

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Mercedes-Hersteller Daimler investiert viel Geld in die Autokauf-Website Carwow. Der Autokonzern führt die 28 Millionen Euro schwere jüngste Finanzierungsrunde des Start-ups an. Carwow will mit dem Geld vor allem das Geschäft in seinen bisherigen Märkten Großbritannien, Deutschland und Spanien ausbauen. Neben Daimler nahmen auch mehrere deutsche Autohändler an der Finanzierungsrunde teil. Bei Carwow können Nutzer ein Fahrzeug auswählen und werden dann zu Händlern in ihrer Nähe weitergeleitet.

Die Branche muss gerade ihre Geschäftsmodelle daran anpassen, dass vor allem Einwohner von Städten weniger Autos kaufen und die Markentreue viel niedriger ist als früher. Zudem könnte die Industrie auf eine Zukunft mit selbstfahrenden Robotaxis zusteuern, in der der Autoabsatz sinkt und das Geld stattdessen vor allem mit dem Betrieb der Fahrdienste verdient wird.

Daten von Carwow gäben Autoherstellern einen Einblick in den Entscheidungsprozess der Käufer, den sie sonst nicht hätten, sagte der Chef von Carwow Deutschland, Philipp Sayler von Amende, der Deutschen Presse-Agentur. "Wir sehen, welche Wettbewerbs-Fahrzeuge hat der Kunde konfiguriert, welche Fahrzeuge hat er beim Händler tatsächlich angefragt und was hat er am Ende zu welchem Preis gekauft." Im Schnitt konfiguriere ein Nutzer bei der Auswahl vier Modelle von drei Marken.

Carwow war 2012 in Großbritannien gestartet, kam 2016 nach Deutschland und startete 2018 in Spanien. Händler hinterlegen bei der Plattform vorab die Ermäßigungen, die sie bereit sind, zu gewähren, so dass sie den Nutzern direkt bei der Konfiguration angezeigt werden.

Daimler (WKN: 710000)

Bei der Daimler-Aktie steht derzeit allerdings eine wichtige Unterstützung im Fokus: das Jahrestief bei 44,51 Euro. Rutscht die Aktie von Daimler auch unter diesen Support, wäre dies kurzfristig ein klares negatives Signal für den Wert. Belasten dürften die Aktie zudem die jüngsten Äußerungen vom US-Präsidenten Trump über neue Strafzölle auf EU-Fahrzeuge von Mercedes-Benz und BMW.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Daimler.

(Mit Material von dpa-AFX)