28.05.2019 Jochen Kauper

Daimler: Fusionsfantasie - wer kommt als Partner in Frage – BMW, Geely?

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Daimler
Trendthema

Bereits vor der geplanten Fusion zwischen Fiat Chrysler und Renault spielten Partnerschaften in der Automobilbranche eine große Rolle. Der Peugeot-Mutterkonzern PSA übernahm 2017 von General Motors den Rüsselsheimer Autobauer Opel. Nach mehreren Anläufen wurde Porsche 2012 die zwölfte VW-Tochter. Der Umbau weg von den Verbrennern hin zu neuen Antriebsformen und neuen Mobilitätsdiensten wird für viele Hersteller ein Marathonlauf, kein Sprint. Anleger benötigen einen langen Atem und gute Nerven. Wer würde für Daimler als Partner in Frage kommen?

Fiat Chrysler will mit Renault fusionieren und zum weltweit drittgrößten Autohersteller aufsteigen. Die neue Gigant würde die Marktführer Volkswagen und Toyota herausfordern. In der Autobranche dürfte es weitere Fusionen geben. Viele Hersteller werden den Weg weg von der Produktion von reinen Verbrennungsmotoren hin zu neuen Antriebsformen wie Elektromobilität und Wasserstoff sowie neue Mobilitätsdiensten nicht alleine schaffen.

Daimler und BMW?

In der Vergangenheit wurde bereits über eine möglich Fusion zwischen Daimler und BMW spekuliert. Dass die beiden Autobauer zum Beispiel in Sachen selbstfahrende Autos zusammen arbeiten, ist richtig. Dennoch liegt eine Fusion der beiden bei einer Wahrscheinlichkeit von 5 Prozent.

Daimler und Geely, das passt

Viel eher wird es zu einer engeren Partnerschaft zwischen Daimler und Geely kommen. Eine erste Zusammenarbeit gibt es bereits beim Kleinwagen smart. Geely hätte mit Daimler die Chance, ein richtiges Gegengewicht gegen die Großen der Welt – VW und Toyota – zu werden. „Was unter Schrempp mit der Hochzeit im Himmel mit Chrysler nicht funktioniert hat, ist mit chinesischer Ausrichtung wirklich spannend. Wir sollten nicht zu viel über die Imperialisten am anderen Ende der Seidenstraße sprechen, sondern die Chancen sehen“, sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer gegenüber DER AKTIONÄR.

Trading-Buy?

Was macht die Aktie? Im Bereich zwischen 47 Euro und 48 Euro verläuft eine horizontale Unterstützung, an der die Aktie derzeit an einer erneuten Trendwende arbeitet. Ob diese gelingt und wie nachhaltig sie ausfällt, hängt weiter vom Newsflow rund um den Handelsstreit zwischen den USA und China ab. Gelingt aber der nachhaltige Sprung über den kurzfristigen Abwärtstrend, dann sollte die Aktie den Aufwärtstrend wieder aufnehmen. Trading-orientierte Anleger starten eine kleine Position mit enger Absicherung.