21.11.2019 Jochen Kauper

Daimler-Aktie: Wichtige Unterstützung im Blick

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Die Daimler-Aktie legte nach einem enttäuschenden Auftritt von Vorstand Ola Källenius am Kapitalmarkttag den Rückwärtsgang ein. Viele Analysten haben ihre Kursziele nach unten angepasst. Wo liegen die nächsten Unterstützungen für die Aktie?

Keine Aussagen zur Dividendenpolitik, keine News zu möglichen Portfolio-Anpassungen, sprich neuen Elektro-Modellen und nichts zur zukünftigen Strategie des Daimler-Konzerns. Viele Analysten und Investoren zeigten sich vom Auftritt von Daimler-Chef Ola Källenius am Kapitalmarkttag enttäuscht.

Hinzu kommt, dass VW-Finanzvorstand Frank Witter vor wenigen Tagen in einer Analystenkonferenz sagte, dass das Beste der Party vorbei sei. Das färbt auch auf die Konkurrenz ab. Keine guten Voraussetzungen für steigende Kurse der Daimler-Aktie.

Nachdem die Commerzbank ihr Kursziel um vier auf 41 Euro reduzierte folgte auch Goldman Sachs. Die Experten kappten das Kursziel für die Daimler-Aktie von 42 Euro auf 36 Euro.

Lediglich die Bank of America (BofA) hat die Einstufung für Daimler nach einer Veranstaltung mit dem Finanzchef im Anschluss an den Kapitalmarkttag auf "Buy" mit einem Kursziel von 55 Euro belassen. Die Stuttgarter hätten für die kommenden drei Jahre einen klaren Weg gezeichnet mit scharfem Fokus auf Kostenkontrolle, schrieb Analyst Kai Müller in einer Studie. Deutliche Einsparungen seien der Schlüssel zu höherer Profitabilität.

Daimler (WKN: 710000)

Wie dem auch sei. Die Aktien der Autobauer bleiben nach wie vor keine Anlage für Investoren mit einem längeren Anlagehorizont. Zu unsicher die Zukunft, zu hoch die Investitionen in neue Antriebsformen und in die Digitalisierung. Für Trader dagegen bieten Werte wie Daimler, VW und Co immer wieder Möglichkeiten.

Die Daimler-Aktie setzte in den letzten Tagen ihre Talfahrt fort. Von 53,75 Euro ging es auf 49,75 Euro zurück. Die nächste Unterstützung wartet in Form der wichtigen 200-Tage-Linie. Diese verläuft bei 49,36 Euro.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Daimler