Ist Verbio die Aktie der Stunde auf dem deutschen Kurszettel? Beim Blick auf den Chart könnte man es meinen. Auf Jahressicht hat sich der Nebenwert mehr als verdreifacht, seit AKTIONÄR-Empfehlung im Oktober steht fast eine Verdopplung zu Buche. Neben den gestiegenen Treibstoff- respektive Ölpreisen sind es auch die Aussichten auf bessere politische Rahmenbedingungen im Heimatmarkt Deutschland, die antreiben.
Die Bundesregierung hat vor Kurzem wichtige Eckpunkte für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) vorgestellt und zeitgleich das bisherige Heizungsgesetz aufgehoben. Verbio sieht darin die Grundlage für eine steigende Nachfrage nach Biomethan und damit "zusätzliche Absatzchancen".
„Mit Blick auf die Eckpunkte des neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG) begrüßen wir das klare Bekenntnis zur Bioenergie", so Verbio-Chef Claus Sauter in einer Pressemitteilung Ende Februar. "Dadurch entsteht über die Mobilität hinaus im Wärmemarkt ein neues Anwendungsfeld für Biomethan und somit zusätzliches Marktwachstum. Je nach Ausgestaltung des Gesetzes könnte das auch für Biodiesel als Brennstoff gelten.“
Zusätzlicher politischer Rückenwind ist von der Umsetzung der überarbeiteten Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III) zu erwarten. Mit diesem Instrument soll die Stärkung der Betrugsprävention bei der THG-Quote gelingen.
Spielerisch hat das Papier von Verbio am Dienstag die Marke von 30 Euro genommen. Erst am gestrigen Montag hat DER AKTIONÄR im Artikel "Verbio-Aktie strotzt vor Stärke – geht da noch mehr?" auf weiteres Upside-Potenzial im derzeitigen Marktumfeld hingewiesen.
Hohe Treibstoffpreise gepaart mit merklich verbesserten politischen Rahmenbedingungen sorgen für weiter steigende Kurse bei der Aktie von Verbio. Investierte Anleger geben kein Stück aus der Hand und reiten den Biosprit-Bullen weiter.
Heute, 15:48