Ein Dämpfer für die Robotaxi-Branche: Die Gouverneurin von New York, Kathy Hochul, hat einen Vorstoß zurückgezogen, der kommerziellen Fahrdiensten mit autonomen Fahrzeugen – etwa von Waymo – den Start in Teilen des Bundesstaats ermöglicht hätte. Nach Gesprächen mit relevanten Akteuren und dem Parlament sei die notwendige Unterstützung ausgeblieben.
Für Waymo kommt das zur Unzeit. Die Alphabet-Tochter treibt die Expansion ihres fahrerlosen Ride-Hailing-Angebots in mehreren US-Städten voran und reagierte enttäuscht. Unberührt bleibt allerdings der Testbetrieb in New York City: Seit August darf das Unternehmen mit Genehmigung der Verkehrsbehörde autonome Fahrzeuge mit Sicherheitsfahrern in Manhattan und Downtown Brooklyn erproben. Die aktuelle Erlaubnis läuft noch bis März.
Hochuls ursprünglicher Plan sah eine begrenzte Einführung kommerzieller Robotaxis vor – vor allem außerhalb von New York City. Bewerber hätten lokale Zustimmung und höchste Sicherheitsstandards nachweisen müssen. Doch Gewerkschaften und Fahrerverbände warnten vor Sicherheitsrisiken und Jobverlusten. Auch politischer Widerstand zeichnete sich ab. Die Taxi Workers Alliance mit über 28.000 Mitgliedern begrüßte den Rückzug ausdrücklich.
Während Waymo 400.000 Fahrten pro Woche in mehreren US-Märkten anbietet und neue Städte sowie London anpeilt, sieht sich das Unternehmen auch mit Sicherheitsvorfällen konfrontiert. Zuletzt erfasste ein fahrerloses Fahrzeug in Kalifornien ein Kind, was eine Untersuchung auslöste. Konkurrenz von Tesla, Zoox sowie chinesischen Anbietern nimmt ebenfalls zu.
Der Aktie von Alphabet kann dies aber nichts anhaben. Die Aktie notiert heute leicht im Plus. Zuletzt hat das Papier die 100-Tage-Linie erfolgreich verteidigen können. Erst Anfang Februar hat die Aktie bei 349,00 ein neues Rekordhoch markiert. Langfristig führt an Alphabet ohnehin kaum ein Weg vorbei. Waymo stellt dabei eine langfristige Hebelchance für die Aktie dar.
Heute, 20:18