CTS Eventim profitiert weiterhin von der starken Nachfrage nach Konzerten und Veranstaltungen im In- und Ausland. Der Ticketvermarkter und Veranstalter steigerte im Jahr 2025 den Umsatz erstmals auf über drei Milliarden Euro und erreichte damit einen neuen Meilenstein. Unter dem Strich wurde jedoch weniger verdient als im Vorjahr. Die Anleger schmeißen ihre Stücke auf den Markt.
Insgesamt legten die Erlöse bei CTS Eventim im abgelaufenen Jahr 2025 um rund zehn Prozent auf knapp 3,1 Milliarden Euro zu. Auch im operativen Geschäft konnte das Unternehmen überzeugen: Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA stieg um etwa acht Prozent auf 584 Millionen Euro und übertraf damit die Erwartungen der Analysten.
Unter dem Strich musste CTS Eventim jedoch einen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Nettogewinn sank um 13 Prozent auf 277,3 Millionen Euro. Als Gründe nannte das Unternehmen unter anderem den starken Euro, Bewertungseffekte sowie den Wegfall von Dividendenerträgen. In der Folge soll auch die Dividende gekürzt werden – von zuvor 1,66 Euro auf 1,44 Euro je Aktie.
Für das laufende Jahr stellt Firmenlenker Schulenberg leichte Zuwächse bei Umsatz und operativem Ergebnis in Aussicht. Auf der anderen Seite bleiben die Unsicherheiten: Geopolitische Spannungen, eine schwächelnde Konjunktur, hohe Energiepreise oder steigende Inflation könnten die Konsumlaune belasten und sich negativ auf die Nachfrage nach Tickets auswirken.
Ebenfalls wichtig: Der rasante Fortschritt bei KI-generierter Musik könnte auf Sicht indirekte Effekte haben. Eine stärkere Fragmentierung des Musikangebots, neue virtuelle Formate oder personalisierte Inhalte könnten Teile der Nachfrage verschieben. Kurzfristig scheint der Live-Markt jedoch noch robust.
Die CTS-Aktie hatte bis gestern im bisherigen Jahresverlauf rund ein Fünftel an Wert verloren. Seit dem Hoch im Mai 2025 summieren sich die Verluste sogar auf mehr als 40 Prozent. Gestern Abend nach der Veröffentlichung und auch heute vor Börsenbeginn deutete einiges auf eine Gegenbewegung hin. Doch mit dem Xetra-Handelsstart drehte der Wind, die Aktie brach in der Spitze um rund 20 Prozent ein und markierte bei 53,05 Euro ein neues Mehrjahrestief. Abwarten!
(Mit Material von dpa-AFX)
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