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05.02.2021 Marion Schlegel

Corona-Impfstoff: Darauf hat BioNTech gewartet

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BioNTech

Der deutsche Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck und der Corona-Impfstoffhersteller BioNTech erweitern ihre Zusammenarbeit. Das DAX-Unternehmen will die Lieferung der von der Mainzer BioNTech dringend benötigten Lipide erheblich beschleunigen und die Liefermengen bis Jahresende steigern, wie Merck am Freitag in Darmstadt mitteilte.

BioNTech (WKN: A2PSR2)

Lipide kommen bei der Herstellung des Covid-19-Impfstoffes BNT162b2 zum Einsatz, den BioNTech zusammen mit seinem US-Partner Pfizer unter dem Namen Comirnaty vermarktet. Dabei wird der Botenstoff des mRNA-Vakzins in eine Art Hülle verpackt, die aus Lipiden besteht. Diese fettartigen Moleküle sind wichtig, damit die Wirkstoffe des mRNA-Vakzins freigesetzt werden und die Impfung ihre Wirkung entfalten kann.

Merck und BioNTech hatten bereits vor der Pandemie zusammengearbeitet und diese Partnerschaft mit Ausbruch des Corona-Virus intensiviert. In den vergangenen Wochen habe Merck daran gearbeitet, die bereits sehr hohe Produktionskapazität von Lipiden auszubauen, hieß es in der Mitteilung weiter. BioNTech und die Darmstädter erarbeiten den Angaben zufolge zurzeit die genauen Anforderungen.

Die Impfkampagne in Deutschland war zuletzt wegen Lieferschwierigkeiten der Hersteller ins Stocken geraten. Wie nach dem "Impfgipfel" jüngst verlautete, liegt dies unter anderem bei mRNA-Vakzinen an der Belieferung mit Lipiden. Nur wenige Unternehmen in Deutschland könnten diese herstellen, hieß es aus der Branche.

Die Aktie von BioNTech hängt weiter am Widerstand von 100 Euro fest. Zum Wochenschluss schwankt sie knapp darunter seitwärts. Seit Anfang Januar konnte sich das Papier aber nach und nach wieder nach oben arbeiten. Gelingt nun der Ausbruch, würde dies ein neues positives Signal für die Aktie bedeuten. Anleger lassen ihre Positionen weiter laufen. Im Konkurrenzvergleich ist die Aktie von BioNTech noch moderat bewertet.

(Mit Material von dpa-AFX)

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