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08.12.2020 Michel Doepke

Compugroup: Wachstum und Übernahme in Sicht – Hintergründe und Ziele

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Compugroup

Der auf Arztpraxen und Apotheken spezialisierte Softwareanbieter Compugroup rechnet mit einem stärkeren Wachstum im kommenden Jahr. So sollen die Erlöse auch dank der in diesem Jahr erfolgten Zukäufe um rund 20 Prozent auf dann eine Milliarde Euro zulegen. Beim EBITDA stellt die Gesellschaft allerdings eine Stagnation in Aussicht. Das schmeckt dem Markt nicht.

Aus eigener Kraft, also ohne Zukäufe und Wechselkurseffekte gerechnet, soll das Umsatzplus bei über fünf Prozent liegen. Am Markt hatten Analysten für das kommende Jahr bisher nur rund 920 Millionen Euro Umsatz erwartet.

Marge leidet unter Investitionen

Allerdings kosten Investitionen in stärkeres Wachstum den Konzern Geld. So dürfte das um Sondereffekte bereinigte EBITDA etwa auf Niveau dieses Jahres liegen, hieß es - damit würde die entsprechende Marge auf 20 bis 23 Prozent sinken. Grund seien geplante zusätzliche Investitionen in neue Technologien und in den Vertrieb, um die Wachstumschancen zu nutzen, die sich durch die schnell voranschreitende Digitalisierung des Gesundheitssystems für die Compugroup ergeben.

Für das noch laufende Jahr bestätigte das Unternehmen seine Ziele von 820 bis 860 Millionen Euro Umsatz und 205 bis 220 Millionen Euro beim bereinigten EBITDA.

Nächste Übernahme

In der Vergangenheit ist Compugroup auch verstärkt über Zukäufe gewachsen. An diese Strategie knüpft das Unternehmen mit der Akquisition von Schuyler House an – mit dem kalifornischen Software-Spezialisten für die Laborverwaltung bauen die Koblenzer die Präsenz in den USA weiter aus.

Nach den Aussagen im Hinblick auf das Jahr 2021 verlor die Compugroup-Aktie an Boden und notierte rund sechs Prozent im Minus. Ergebnisseitig hat der Markt zwar mehr erwartet. Allerdings wird Compugroup langfristig einer der großen Digitalisierungsgewinner im Gesundheitswesen sein. Anleger mit Weitblick nutzen die Kursschwäche zum Einstieg. Ein Stopp bei 60,00 Euro sichert nach unten ab.

(Mit Material von dpa-AFX)