Die italienische UniCredit macht Ernst: In den kommenden Tagen wird ein finales Umtauschangebot erwartet. Für Anleger mit Commerzbank-Derivaten im Depot könnte das erhebliche Konsequenzen haben. Ein Überblick über die möglichen Szenarien.
Bei einem Aktientausch geben Commerzbank-Aktionäre ihre Papiere ab und erhalten dafür UniCredit-Aktien. Um diesen Schritt umzusetzen, wird an der Terminbörse Eurex ein Anpassungsfaktor berechnet, der auch von den Emittenten angewendet wird. Dadurch verändern sich Basispreis und Bezugsverhältnis der Derivate so, dass ihr rechnerischer Wert gleich bleibt.
Bei einem erwarteten Umtauschverhältnis von einer Commerzbank-Aktie in 0,485 UniCredit-Aktien ergibt sich ein Faktor von 2,062. Der Basispreis eines Commerzbank-Derivats würde sich damit beispielsweise von 20 Euro auf etwa 41,24 Euro erhöhen, während sich das Bezugsverhältnis von 1,0 auf 0,485 mehr als halbiert.
Knock-out-Produkte werden in diesem Fall einfach auf den neuen Basiswert umgestellt, Barriere und Basispreis entsprechend angepasst. Der Kurs des Turbos verändert sich zunächst nicht.
Auch wenn diese Anpassung aus Sicht der Stammdaten als wertneutral gilt, gibt es in der Praxis eine Reihe von Punkten, die Anleger unbedingt beachten sollten.
Welche Derivate jetzt besonders unter Druck geraten können – und welche Produkte sogar profitieren könnten, zeigt DER AKTIONÄR im zweiten Teil dieses Beitrags.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.
Heute, 12:55