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06.09.2021 Fabian Strebin

Commerzbank: Schwierige Verhandlungen voraus

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Commerzbank AG

Die Commerzbank befindet sich in der größten Sanierung seit Jahren, vor allem die Kosten sollen sinken. Bis 2024 hat sich die Bank Zeit gegeben, mehrere tausend Stellen sollen dabei auch in Deutschland wegfallen. Bisher sah es so aus, als ob man mit den Gewerkschaften an einem Strang zieht. Doch nun drohen womöglich sogar Warnstreiks.

Die Welt verändert sich und gerade für die Commerzbank wird Digitalisierung immer wichtiger. Der Abbau der Hälfte aller Filialen in Deutschland soll Kunden aber nicht auf sich gestellt zurücklassen. Wer sich persönlich beraten lassen möchte, könnte künftig in einem Beratungscenter landen. Laut Medienberichten plant die Commerzbank bis zu 13 Stück in Deutschland aufzubauen.

Kundenberater aus zu schließenden Filialen sollen in die Center wechseln, allerdings befürchtet die Gewerkschaft Verdi, dass die Commerzbank im Zuge dessen die Arbeitszeitregelungen aufweichen könnte. Das berichtet die Börsen-Zeitung. Denn im Gespräch ist auch Samstagsarbeit, aber der Tarifvertrag des Konzerns sieht das nicht vor. Das sagte Stefan Wittmann von Verdi der Zeitung.

Deshalb will die Gewerkschaft mit dem Management über bessere Konditionen in Tarifverhandlungen sprechen. Im schlimmsten Fall könnte man mit Warnstreiks auftreten, so Wittmann. Sabine Schmittroth, Arbeitsdirektorin der Bank, habe allerdings schon Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Die Commerzbank selbst lehnte einen Kommentar ab.

Commerzbank AG (WKN: CBK100)

Der Umbau der Commerzbank bietet immer mehr Fallstricke, die Aktie hat zuletzt aber wieder zulegen können und steigt heute über die Marke von 5,55 Euro. Damit hat sich das Chartbild wieder merklich aufgehellt, wer noch nicht investiert ist, wartet allerdings weiter ab. Den Stopp bei 4,80 Euro sollten Investierte im Blick behalten.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.


Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß § 85 WpHG: Aktien von Commerzbank befinden sich im Aktionär-Depot von DER AKTIONÄR.