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22.04.2014 Andreas Deutsch

Commerzbank, Deutsche Bank und Co: Die Amis sind besser

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Deutsche Bank

Der DAX steigt am Dienstag mit Schwung über die Marke von 9.500 Punkten – und die Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank steigen mit. Selbst ein skeptischer Kommentar der UBS zur Deutschen Bank kann die Kauflaune der Anleger nicht bremsen. Viel besser läuft es aber bei den USA.

Fünfeinhalb Jahre nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers stehen die großen US-Banken einer Studie zufolge deutlich besser da als europäische Geldinstitute. Im vergangenen Jahr fuhren sie wesentlich höhere Erträge ein, wie das Beratungsunternehmen EY am Dienstag in Frankfurt berichtete. Der Nettogewinn der zehn größten US-Banken lag demnach mit umgerechnet 157 Milliarden Euro fast achtmal so hoch wie der Nettogewinn der europäischen Top-Banken (20 Milliarden Euro). Vor dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2007 hatten die Werte noch auf ähnlichen Niveaus gelegen.

Kursziel massiv gesenkt

Infolge der positiven Gewinnentwicklung sind die Aktien der US-Banken in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Ganz anders als die Deutsche Bank, die im Seitwärtstrend gefangen ist. Laut der Schweizer Großbank UBS hat das Papier kaum noch Potenzial. Analyst Daniele Brupbacher hat den Titel des deutschen Marktführers von „Kaufen“ auf „Neutral“ abgestuft und das Kursziel von 47 auf 33 Euro gesenkt.

Wichtiger Widerstand

Hingegen hat sich die Aktie der Commerzbank seit Juli knapp verdoppelt. Derzeit hängt aber auch die Commerzbank im Seitwärtstrend fest. Ein klares Kaufsignal würde erst generiert, wenn der Widerstand bei 14 Euro überwunden wird. Sollten die Quartalszahlen, die am 7. Mai veröffentlicht werden, positiv ausfallen, könnte diese Marke wieder in Angriff genommen werden. Bis dahin ist mit einer volatilen Seitwärtsbewegung zu rechnen. Investierte Anleger setzen den Stopp bei 11,50 Euro.

Wie Sie bei der Deutschen Bank handeln sollten, erfahren Sie hier.

(Mit Material von dpa-AFX)

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