Jetzt auf die neuen Favoriten setzen!
19.09.2019 Alicia Höfler

Commerzbank-Aktie im Aufwind: Diese Marke muss jetzt fallen

-%
Commerzbank

Trotz der Zinssenkung der Fed um 0,25 Prozentpunkte kann nicht mit einem langanhaltenden Zinssenkungsdruck gerechnet werden. Das entlastet die Bankenbranche - allen voran die Commerzbank. Zuvor wurde befürchet, dass kontinuierlich fallende Zinsen das Alltagsgeschäft der Banken belasten könnte. Das träfe das ohnehin schon mit geringen Gewinnmargen ausgestattete Privatkundengeschäft der Commerzbank besonders stark.

Auf die erfreuliche Nachricht reagiert die Commerzbank-Aktie mit deutlichen Kursgewinnen von bis zu vier Prozent. Charttechnische Unterstützung bekam das Papier bei 5,50 Euro. Darüber hinaus wurde erfolgreich die 50-Tage-Linie bei 5,64 Euro überwunden. Im Fokus steht jetzt der Widerstand bei 5,85 Euro. Der intakte Abwärtstrend wäre jedoch erst bei einer nachhaltigen Überwindung der 6-Euro-Marke gestoppt. Außerdem muss der Widerstand bei 6,08 Euro (September-Hoch) aus dem Weg geräumt werden.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Dafür muss die Commerzbank weiter an ihren Baustellen arbeiten: Erträge aus dem Finanz- und Privatkunden steigern, interne Kosten senken und die Kernkapitalquote erhöhen. Denn nur so lassen sich die teuren Umbauarbeiten finanzieren. Einen ersten Einblick in den Strategieplan gewährt die Commerzbank am 27. September per Unternehmensupdate. DER AKTIONÄR ist weiterhin vorsichtig und rät Anlegern, an der Seitenlinie zu warten.

Buchtipp: Die Geschichten des Geldes

Spekulationsblase am Neuen Markt, Bankenkrise 2008 und griechische Schuldenkrise – lauter Themen, die die Finanzmärkte bewegten und bewegen. Doch wer einen Schritt zurücktritt und das große Bild sieht, bemerkt: So neu ist das alles gar nicht! Die Geschichte gibt wertvolle Hinweise zum Verständnis der Gegenwart. Dass sich Geschichte wiederholt, zeigen die beiden Autoren anhand vieler Geschichten des Geldes. Infl ation, Deflation, Abwertung, irrationalen Überschwang, Bankenpleiten und -rettungen gab es immer schon: im Spanien des 16. Jahrhunderts, im Großbritannien des 17. Jahrhunderts, im Frankreich des 18. Jahrhunderts und in den USA des 19. Jahrhunderts. Lehr- und anekdotenreich vermitteln die Autoren gewissermaßen nebenbei ein tiefes Verständnis für die Ursprünge des Finanzsystems – und damit auch für seine aktuellen Kapriolen. So zeigt sich: Der Weg von der Kaurischnecke zur Kreditklemme ist nicht weit.

Autoren: Vaupel, Michael Kaul, Vivek
Seitenanzahl: 240
Erscheinungstermin: 15.04.2016
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-327-0