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ChatGPT-Entwickler OpenAI vor Billionen-Börsengang?

ChatGPT-Entwickler OpenAI vor Billionen-Börsengang?
Foto: Bloomberg
Philipp Schleu 30.10.2025, 09:57 ‧ Philipp Schleu
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Der nächste Hammer im KI-Sektor bahnt sich an: Berichten zufolge plant OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT, einen Börsengang, der alles Bisherige in den Schatten stellen könnte. Im Raum steht eine Bewertung, die selbst etablierte Tech-Giganten erzittern lässt.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider berichtet, könnten die Papiere bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 bei den Aufsichtsbehörden eingereicht werden. Das Ziel: eine Marktkapitalisierung von bis zu einer Billion Dollar. Im Zuge des IPOs sollen demnach mindestens 60 Milliarden Dollar an frischem Kapital eingesammelt werden.

Dementi trifft auf Realität

Offiziell wiegelt OpenAI ab. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte: „Ein Börsengang steht nicht im Fokus, daher können wir unmöglich ein Datum festgelegt haben.“ Man konzentriere sich auf den Aufbau eines nachhaltigen Geschäfts und das Ziel, eine generelle künstliche Intelligenz (AGI) zu entwickeln, die der gesamten Menschheit zugutekomme.

Trotz des Dementis sprechen die Fakten eine andere Sprache. Der Kapitalbedarf von OpenAI ist enorm. CEO Sam Altman sprach kürzlich von notwendigen Investitionen in die Infrastruktur von bis zu 1,4 Billionen Dollar. Da das Unternehmen noch nicht profitabel arbeitet, ist der Gang an den Kapitalmarkt ein logischer Schritt. Erst kürzlich hatte OpenAI seine Unternehmensstruktur angepasst, was als Vorbereitung für einen möglichen Börsengang gewertet wird.

Bewertung könnte sich verdoppeln

Die Gerüchte um eine Billionen-Bewertung erscheinen vor diesem Hintergrund plausibel. Bei einer kürzlich durchgeführten Verkaufsrunde von Mitarbeiteraktien wurde OpenAI bereits mit 500 Milliarden Dollar bewertet. Ein IPO könnte diesen Wert nun verdoppeln und den KI-Vorreiter in eine Liga mit Tech-Giganten wie Apple oder Microsoft katapultieren.

Auch wenn sich OpenAI noch bedeckt hält, scheint ein Börsengang nur eine Frage der Zeit zu sein. Der enorme Kapitalbedarf für den Ausbau der KI-Infrastruktur macht den Schritt an den Kapitalmarkt nahezu unumgänglich. Anleger sollten die Entwicklung genau im Auge behalten, denn hier bahnt sich ein IPO der Superlative an.

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Buchtipp: Klüger als wir

Billionen fließen in die Künstliche Intelligenz. Die Schlagzeilen dazu versprechen entweder das Paradies … oder den Untergang. Um die beiden Thesen einordnen zu können, muss man wissen, wie neuronale Netze funktionieren. Geoffrey Hinton hat diese Netze ein halbes Jahrhundert lang erforscht und dafür im Jahr 2024 den Physik-Nobelpreis erhalten.

In „Klüger als wir“ erklärt er ohne Fachchinesisch, wie Maschinen sehen, Sprache verstehen und lernen – und warum sie uns bald überholen. Hinton analysiert die Auswirkungen, die wir schon heute erleben: Jobverlust, Desinformation, autonome Waffen. Und er fragt, wie der Mensch neben einer überlegenen Intelligenz bestehen kann.

Dieses Buch ist essenziell für alle, die in Sachen KI mitreden und mitentscheiden wollen, denn: Wenn der führende KI-Forscher warnt, sollten wir genau hinhören.

Klüger als wir

Autoren: Hinton, Geoffrey Barss, Patchen
Seitenanzahl: 280
Erscheinungstermin: 15.07.2027
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-68932-155-0

Preis: 29,90 €