01.11.2013 Markus Horntrich

Cancom vor Rekordhoch: Greift Bechtle noch einmal zu?

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Die Aktie des IT-Systemhauses und Cloud-Computing-Spezialisten Cancom schiebt sich in die Nähe ihres Allzeithochs. Der Aktien- und TSI-Musterdepotwert wird dabei von neu aufkeimenden Übernahmespekulationen befeuert.

Bei 29,44 Euro lag das bisherige Allzeithoch der im TecDAX notierten Cancom SE. Im Freitagshandel konnte die Aktie bereits kurzzeitig über dieses Niveau klettern. Das Tageshoch lag bei 29,50 Euro. Ausschlaggebend für die rege nachfrage nach der Aktie des Cloud-Computing-Spezialisten sind neue Übernahmespekulationen.

Greift Bechtle erneut an?

Auslöser für die Übernahmespekulationen ist die jüngste Meldung bei Wettbewerber Bechtle über den Wechsel im Aufsichtsratsvorsitz. Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende der Bechtle AG, Klaus Winkler, hat sein Amt als Aufsichtsratsmitglied und als Vorsitzender aus persönlichen familiären Gründen mit der in der Satzung geregelten Monatsfrist niedergelegt. Für den Zeitraum bis zur ordentlichen Hauptversammlung im kommenden Jahr am 5. Juni 2014 soll ein neues Aufsichtsratsmitglied gerichtlich nach § 104 AktG bestellt werden. Der Vorstand hat beschlossen, den Antrag zu stellen, den derzeitigen Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats, Gerhard Schick, gerichtlich als Aufsichtsratsmitglied zu bestellen. Schick soll auf für den Fall seiner Bestellung als Aufsichtsratsmitglied zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt werden.

Die Familie Schick hatte bekanntermaßen bereits schon einmal ein 10-Prozent-Paket an Cancom erworben, dieses jedoch im August wieder veräußert. In unternehmensnahen Kreisen heißt es, dass mit dem Wechsel im Aufsichtsratsvorsitz ein erneuter Übernahmeangriff seitens Bechtle verbunden sei. Das zuletzt anziehende Handelsvolumen in der Cancom-Aktie würde dazu passen, dass eine größere Adresse sich einkauft. Das muss jedoch nicht notwendigerweise Bechlte sein. Zuletzt kursierten auch Spekulationen, dass sich Ausländer bei den Münchenern einkaufen wollen.

Aktie im Haussemodus

Unabhängig ob Übernahme oder nicht: Der Chart der Aktie sendet klare Rallye-Signale. Gelingt der nachhaltige Sprung über die 29,44-Euro-Marke, dürfte sich die Kursrallye sogar noch dynamisieren. Investierte Anleger, die der Empfehlung im Aktien- beziehungsweise TSI-Musterdepot gefolgt sind, können sich zurücklehnen und den Stopp zunächst auf 22,50 Euro nachziehen.