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27.03.2019 Jochen Kauper

BYD, Geely und Nio unter Druck? China kürzt Subventionen für Elektroautos

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BYD

Die chinesische Regierung will die Subventionen für Elektroautos deutlich zurückfahren. Im Raum steht eine Kürzung der Förderung um 50 Prozent. Die Begründung: Der Markt für "New Energy Vehicles" sei entwickelt und die Kosten fallen.
China wird die Subventionen für reine Elektroautos mit einer Reichweite von 400 Kilometern und mehr um die Hälfte auf 25.000 Renmimbi oder umgerechnet 3.700 Dollar pro Autos kürzen. In Zukunft müssen alle Elektroflitzer über eine Reichweite von mindestens 250 Kilometern aufweisen, um überhaupt noch in den Genuss einer staatlichen Förderung zu kommen. Vorher lag die Reichweitenschwelle bei 125 Kilometern.

Mehr Innovationen gefordert
Die chinesische Regierung will Hersteller wie BYD, Geely, Nio, Baic et cetera dazu anhalten, mehr Innovationen zu schaffen und sich nicht auf den Fördertöpfen der Regierung auszuruhen.
Zuletzt sind die Absatzzahlen von Elektroautos in China stark angesprungen. Sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass eine Kürzung der Förderung im Raum stand und sich deshalb viele Käufer noch kurzerhand dazu entschlossen haben, sich ein E-Auto zu leisten und die Subventionen in vollem Umfang zu kassieren.

Nach 2020 sollen die Subventionen für Elektroautos sogar komplett wegfallen. Das wird zur Folge haben, dass der eine oder andere Hersteller die Preise für seine Elektroflitzer senken muss und so die Nachfrage nicht in den Keller geht. Dennoch wird sich die Entwicklung auf die Margen negativ auswirken.

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BYD, Geely in der Klemme?
Es ist gut möglich, dass die Aktien von BYD, Geely und Nio in den nächsten Tagen auf der Verliererseite stehen werden. Dennoch: Die Hersteller haben sich in den letzten Jahren ein schönes Portfolio zusammengestellt. BYD hat zudem noch eine eigene Batteriesparte. Geely kann in der Holding auf Marken wie Volvo und Lotus zurückgreifen. Der Technologietransfer wird sich sicherlich positiv auf die Autos von Geely auswirken. 30 neue Elektroflitzer will Li Shu Fu in den nächsten Jahren auf den Markt bringen. Von den großen Herstellern hat allerhöchstens der VW-Konzern einen derart konsequenten Weg eingeschlagen.

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Gutes Chance-Risiko-Verhältnis
Zur Erinnerung: Volvo, Lotus und The London Taxi werden in der Geely-Holding geführt. Die Käufer der Geely-Aktie erwerben „nur“ das China-Geschäft. Die Geely-Aktie weist nach wie vor ein interessantes Chance-Risiko-Verhältnis auf. Das langfristige Szenario bleibt positiv.

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