BYD, XPeng, Nio, Xiaomi und Li Auto verzeichneten im Februar deutliche schwächere Verkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Feiertage zum chinesischen Neujahr forderten ihren Tribut bezüglich Produktion und Nachfrage. Investoren blicken nach vorne. Am 5. März wird BYD auf seinem „Tech Day“ neue Produkte vorstellen.
Der weltweit größte Elektrofahrzeughersteller BYD verkaufte im Februar 190.190 Elektroautos. Minus 41,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und 9,5 Prozent gegenüber Januar. Grund waren unter anderem die chinesischen Neujahrsfeiertage, die in diesem Jahr statt im Januar auf den Zeitraum vom 15. bis 21. Februar fielen.
„Ein Rückgang der Gesamtverkäufe um 30 bis 40 Prozent im Januar und Februar sollte keine große Überraschung sein – die Erholung nach dem chinesischen Neujahrsfest wird der wahre Test für den Aufschwung sein“, versuchte Analyst Tim Hsiao von Morgan Stanley die knackigen Rücksetzer bei den BYD-Verkäufen richtig einzuordnen.
Investoren richten den Blick nach vorne. Am 5. März will BYD laut eigenen Angaben auf seinem „Tech Day“ eine neue, „disruptive Technologie” vorstellen. Erwartet werden neue Standards bei der Ladegeschwindigkeit mit dem Roll-out einer neuen Blade-Battery. Möglich wäre auch die Vorstellung neuer Fahrassistenzsysteme einschließlich LiDAR, einem Hybridsystem der nächsten Generation DM 6.0 im Bereich der Antriebe oder 1,5-Gigawatt-Ladestationen. „Dies ist für die BYD-Aktie von entscheidender Bedeutung, da das Unternehmen versucht, seinen jüngsten Verlust an Marktanteilen im Inland aufzuhalten“, sagt Analyst Eugene Hsiao von Macquarie Capital.
Nach wie vor jedoch befindet sich BYD in einer guten Ausgangsposition, langfristig Umsatz und Gewinn weiter nach oben zu schrauben. BYD hat mit seinen Marken BYD, Denza, Fang Cheng Bao und Yangwang für jedes Marktsegment nahezu das passende Produkt im Angebot.
Die Unsicherheit der Investoren bezüglich der Zukunft von BYD spiegelt sich im aktuellen Chartbild wider. Aus technischer Sicht ist ein Break der 100-Tage-Linie bei 98,53 Hongkong-Dollar (10,75 Euro) entscheidend. Im Anschluss wäre der Weg bis zur wichtigen 200-Tage-Linie bei 110,62 Hongkong-Dollar (12,05 Euro) frei.
Fundamental steht BYD in China nach wie vor unter Margen- und Preisdruck. Das Wachstum des Elektroautomarkts im Reich der Mitte flacht ab. Der Konzern will dies durch eine aggressive Auslandsexpansion kompensieren. Der „Tech Day“ von BYD sollte die kontinuierliche Weiterentwicklung des Konzerns inklusive der Produkte unterstreichen. Für neue Impulse würde es einen echten Gamechanger am Mittwoch benötigen.
Heute, 15:31