Die Hoffnung, dass sich der Investitionsstau der öffentlichen Hand im noch jungen Jahr endlich löst, hat der Aktie von Bechtle Ende November frisches Leben eingehaucht. Auslöser waren zwei Rahmenverträge mit der zentralen öffentlichen Beschaffungsstelle für kommunale IT-Dienstleister. Nach einer kurzen Verschnaufpause deutet nun vieles auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends hin.
Branchenkenner sind überzeugt: Bechtle ist optimal positioniert, um von den geplanten milliardenschweren staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Digitalisierung sowie von den – unabhängig davon – steigenden öffentlichen Ausgaben zu profitieren. Hinzu kommen wieder anziehende IT-Investitionen kleinerer und mittelgroßer Unternehmen.
Passend dazu hat der IT-Dienstleister nach einem überraschend starken dritten Quartal einen Endspurt im Schlussquartal 2025 nicht ausgeschlossen und die breit gefasste Prognose bestätigt. Für 2025 erwartet Vorstand Thomas Olemotz ein Vorsteuerergebnis (EBT) in einer Bandbreite von minus bis plus fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 345 Millionen Euro. Das Geschäftsvolumen soll insgesamt leicht wachsen, der Umsatz hingegen voraussichtlich etwas schwächer ausfallen.
Anleger haben den Ball aufgenommen: Die Aktie hat nach der Meldung über die Vertragsabschlüsse die horizontale Widerstandszone um 40/41 Euro dynamisch überwunden. In der Adventszeit wechselte der Titel dann in den Konsolidierungsmodus. Ein Blick auf den Chart zeigt: Diese Phase könnte nun enden.
Mit einem nachhaltigen Sprung über das Verlaufshoch aus dem November bei 44,74 Euro wäre der Weg für eine Trendfortsetzung in Richtung der nächsten charttechnischen Zielzone um 48 Euro geebnet – ein Niveau, das auch fundamental durchaus zu rechtfertigen wäre. DER AKTIONÄR setzt im Real-Depot auf dieses Szenario.
Hinweis auf Interessenkonflikte: Aktien von Bechtle befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 14:02