Die Nike-Aktie startet mit Rückenwind ins neue Jahr: Am Donnerstag schlossen die Papiere im US-Handel rund vier Prozent höher. Die Signale für eine mögliche Trendwende verdichten sich, doch der größte Impuls für den Aufwärtstrend kommt aus der Führungsetage.
CEO Elliott Hill investierte kurz vor dem Jahreswechsel rund eine Million Dollar in Nike-Aktien. Am 29. Dezember erwarb er rund 16.400 Papiere zu einem Durchschnittspreis von 61,10 Dollar. Damit stockte er seinen direkten Aktienbestand auf 241.587 Papiere auf. Hill verstärkte dadurch sein Vertrauen in die laufende Neuausrichtung des Konzerns und das von ihm ausgerufene „Win Now“-Programm.
Tim Cook, Apple-Chef und Lead Independent Director im Nike-Aufsichtsrat, kaufte ebenfalls 50.000 Aktien zu durchschnittlich 58,97 Dollar. Das Investitionsvolumen belief sich auf knapp drei Millionen Dollar.
Nike unter Druck
Die Nike-Aktie befindet sich seit längerer Zeit in einem klaren Abwärtstrend und steht angesichts schwacher Nachfrage und hoher Kosten unter Druck. Der starke Kursrückgang war auch eine Folge des zunehmenden Wettbewerbs. Marken wie Hoka oder On Holding setzten Nike vor allem im Performance- und Running-Segment spürbar unter Druck. Umfragen von Investmenthäusern wie UBS zeigen jedoch erste Gegenbewegungen: Die Markenwahrnehmung von Nike verbessert sich wieder.
Gleichzeitig setzt der Konzern 2026 auf konkrete Produktimpulse. Dazu zählen neue Innovationen im Running-Bereich sowie die Plattform „Nike Mind“, die neurowissenschaftliche Erkenntnisse in das Schuhdesign einbindet. Auch die Lunar-New-Year-Kollektion sorgt in den asiatischen Kernmärkten traditionell für hohe Aufmerksamkeit.
Nach dem Kursanstieg notiert die Aktie nun am GD50 bei rund 64 Dollar. DER AKTIONÄR glaubt an einen nachhaltigen Turnaround, auch wenn dieser Zeit benötigen wird. Die Aktie ist eine laufende Empfehlung. Wie Nike im Vergleich zum Konkurrent Adidas abschneidet, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe.
Heute, 09:45