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10.08.2020 Thorsten Küfner

BP und Royal Dutch Shell: Rückenwind aus Asien

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Royal Dutch Shell

Es sind zweifellos schwierige Zeiten für die Energieriesen Royal Dutch Shell und BP. Kürzlich hatten die beiden Konzerne satte Verluste für das zweite Quartal vorgelegt. Bei BP wird sogar über einen kräftigen Einschnitt diskutiert. Immerhin gab es nun einige positive Nachrichten.

So hatte der Chef des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco, Amin Nasser, am Sonntag gesagt, dass der Ölverbrauch in Asien in seinen Augen nahezu das Niveau von vor der Corona-Krise erreicht habe. Mit China wurde die führende asiatische Wirtschaftsmacht zwar früher von der Krise getroffen als die westlichen Industriestaaten, allerdings konnte das Land die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie auch schneller wieder lockern.  

Am Markt wurde außerdem auf einen weiteren Rückgang der Ölförderanlagen in den USA verwiesen. Am Freitagabend hatte zudem die Ausrüsterfirma Baker Hughs gemeldet, dass die Zahl der aktiven Bohrlöcher in der vergangenen Woche um vier auf 176 gefallen sei. Dies ist der niedrigste Stand seit 15 Jahren und sorgt für ein geringeres Angebot an Rohöl auf dem Weltmarkt.

Royal Dutch Shell (WKN: A0D94M)

Die wieder anziehende Ölnachfrage aus Asien ist für BP, Shell & Co natürlich eine gute Nachricht. Noch ist es allerdings zu früh, um Entwarnung zu geben. Zumal noch nicht klar ist, wie lange die OPEC-Staaten ihr Angebot noch künstlich niedrig halten, um die Preise zu stützen. Da auch die Charts bei BP und Shell derzeit angeschlagen sind, drängt sich aktuell kein Einstieg auf. 

BP (WKN: 850517)

Mit Material von dpa-AFX 

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Shell.