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24.05.2018 Jochen Kauper

BMW, Daimler & VW: Schlechte News – Trump lässt Zölle auf deutsche Autos prüfen

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Daimler

Donald Trump gibt keine Ruhe. Der US-Präsident Trump lässt prüfen, ob seine Regierung neue Importzölle auf Autos, Brummis und Autoteile einführen wird - offenbar plant Trump Zölle in Höhe von bis zu 25 Prozent zu erheben. Schlechte Nachrichten also für VW, BMW, Daimler & Co. „Importzölle auf Autos wären ein Albtraum für die deutsche Autoindustrie und würden massive Absatzeinbußen bedeuten", kommentierte am Morgen Thomas Altmann von QC Partners.

Und das nach den guten News aus China. China wird die Zölle auf eingeführte Autos von Juli an von 25 auf 15 Prozent senken. Von dem Schritt profitieren vor allem die deutschen Hersteller mit ihren Oberklasse-, Gelände- und Sportflitzern.

USA nach China zweitwichtigster Automarkt
Fakt ist: Die USA sind nach China der zweitwichtigste Automarkt der Welt. Das CAR-Institut geht davon aus, dass 2018 in den Vereinigten Staaten 16,9 Millionen neue Autos verkauft werden. 2017 waren es 17,2 Millionen Fahrzeuge. „Trotz leicht steigenden Wirtschaftswachstums von 2,5 Prozent in USA bleibt der US-Automarkt im nächsten Jahr hinter den Verkäufen von 2017. Im gesättigten US-Automarkt machen sich bei verjüngtem Fahrzeugbestand Ermüdungserscheinungen bemerkbar. In den letzten Jahren wurde der US-Fahrzeugbestand, getrieben durch hohe Rabatte, günstige Konsumentenkredite und Finanzierungen deutlich verjüngt“, sagt Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut.

Anders in Asien: Insgesamt werden im nächsten Jahr in Asien 38,1 Millionen Neuwagen verkauft werden. „Das entspricht 44 Prozent aller weltweit verkauften Neuwagen. Geprägt wird Asien durch China, das im Jahr 2018 mehr als zwei Drittel der Neuwagenverkäufe Asiens stellt“, sagt Autoexperte Dudenhöffer.

Soll heißen: Die USA sind für die deutschen Autobauer sicherlich wichtig, die großen Gewinne werden jedoch in China gemacht. Allein VW verkauft jedes dritte Auto im Reich der Mitte! „China bleibt weiterhin die Wachstums-Lokomotive des Weltautomarkt“, sagt Dudenhöffer.

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Favorit VW
Favorit im Autosektor bleibt für den AKTIONÄR VW. Der Autobauer macht ordentlich Tempo. Herbert Diess und Digitalchef Johan Jungwirth sind die zentralen Personen, die VW in Sachen Elektromobilität und Mobilitätsdiente in eine führende Position bringen werden. 80 neue Elektroautos kommen bis 2025.

Kaufstudien
Das nehmen auch die Analysten wahr. JPMorgan sieht die Aktie bei 213 Euro fair bewertet, Kepler Cheuvreux hält Kurse von 222 Euro für machbar. Und vielleicht sollten Anleger doch einfach mal umdenken: VW wird in Zukunft kein Geld mehr mit dem Bau von Motoren verdienen, dafür aber mit dem Angebot von Mobilitätstdiensten, Carsharing, Zusatzsoftwareangeboten in den Autos. Ein KGV von aktuell 8 ist nach wie vor zu günstig. 200 Euro plus X sind für die VW-Aktie durchaus vertretbar. Nachkauflimit: 165 Euro.

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