Die Aktie von Bloom Energy hat zuletzt deutlich zugelegt. Hinter der Rally stehen mehrere Nachrichten, die das Bild des Brennstoffzellenherstellers verändert haben. Bloom wird inzwischen nicht mehr nur als Unternehmen für alternative Energietechnik wahrgenommen, sondern zunehmend als Anbieter von Strominfrastruktur für den boomenden Markt der künstlichen Intelligenz.
Den Grundstein für die Kursbewegung legte das starke zweite Quartal. Bloom Energy meldete einen Rekordumsatz von 1,065 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 165,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Produktumsatz stieg sogar um 215 Prozent. Auch beim Ergebnis übertraf das Unternehmen die Erwartungen: Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,78 Dollar. Zugleich hob das Management die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf 3,9 bis 4,2 Milliarden Dollar an. In der Mitte der Spanne entspricht das etwa einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr.
Anleger setzen dabei vor allem auf die steigende Nachfrage von Rechenzentren. Anwendungen der künstlichen Intelligenz benötigen enorme Mengen an Strom. Gleichzeitig lassen sich neue Netzanschlüsse, Leitungen und Umspannwerke vielerorts nicht schnell genug errichten. Blooms Energieserver erzeugen Strom direkt am Standort und können dadurch eine Brücke bilden, bis konventionelle Infrastruktur verfügbar ist. Diese Perspektive rückt das Unternehmen in die Nähe der großen Profiteure des KI-Investitionszyklus.
Oracle-Partnerschaft im Fokus
Besonders wichtig ist die ausgeweitete Partnerschaft mit Oracle. Der Software- und Cloudkonzern will für seine KI- und Rechenzentrumsprojekte bis zu 2,8 Gigawatt Brennstoffzellenkapazität von Bloom beziehen. Zunächst sollen 1,2 Gigawatt in US-Projekten eingesetzt werden. Die Vereinbarung liefert dem Markt ein konkretes Beispiel dafür, wie Blooms Technologie bei der schnellen Bereitstellung zusätzlicher Rechenzentrumsleistung eingesetzt werden kann. Rückenwind kommt zudem von Brookfield. Der Finanzinvestor hat den Rahmen zur Finanzierung von Stromprojekten für KI-Infrastruktur von ursprünglich 5 auf 25 Milliarden Dollar erweitert.
Für die jüngste Beschleunigung sorgte schließlich die Aufnahme in den S&P 500. S&P Dow Jones Indices kündigte am 4. September an, Bloom Energy zum 21. September in den US-Leitindex aufzunehmen. Indexfonds müssen die Aktie im Zuge der Neugewichtung kaufen, während weitere institutionelle Anleger auf den Titel aufmerksam werden. Viele Marktteilnehmer positionieren sich bereits vor dem offiziellen Aufnahmetermin.
Die Aktie von Bloom Energy bleibt nach wie vor sehr spannend, ist aber nur für Mutige geeignet. Wer breit gestreut in die Wasserstoff-Technologie investieren will, kann auf den Wasserstoff Nordamerika Index setzen. Bloom Energy ist hier eines der Schwergewichte. Mit dem Indexzertifikat mit der WKN DA0AAP profitieren Anleger eins zu eins von der Indexentwicklung.
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