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27.10.2020 Marion Schlegel

BioNTech-Partner Pfizer: Die Zahlen sind da

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Pfizer

Der US-Pharmakonzern Pfizer kämpft weiter mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Umsatz und Ergebnis sanken im dritten Quartal, wie das Unternehmen am Dienstag in New York mitteilte. So verzeichnete Pfizer eine sinkende Nachfrage nach seinen Produkten. Ebenfalls negativ wirkten sich Währungseffekte aus.

Pfizer (WKN: 852009)

So sank der Umsatz um vier Prozent auf 12,1 Milliarden Dollar, was unter den Analystenerwartungen lag. Unter dem Strich verdiente Pfizer mit 2,2 Milliarden Dollar zwar erheblich weniger als mit 7,7 Milliarden im Vorjahr, allerdings hatte der Konzern im Vorjahr auch von einem Einmalgewinn bei der Einbringung seines Konsumentengeschäfts in ein Gemeinschaftsunternehmen mit GlaxoSmithKline profitiert. Das bereinigte Ergebnis je Aktie sank um drei Prozent auf 0,72 Dollar.

Die Prognose für das laufende Jahr konkretisierte Pfizer und verengte dabei die Spannen für Umsatz und Ergebnis. Beim Umsatz erwartet der Konzern nun 48,8 bis 49,5 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll 2,88 bis 2,93 Dollar erreichen. Nicht enthalten sind mögliche Beiträge aus einem Impfstoff gegen Covid-19. Derzeit arbeitet Pfizer zusammen mit BioNTech an einem solchen Impfstoff. Dieser befindet sich bereits in der finalen Phase der Erprobung.

Laut Pfizer benötige die FDA für eine Untersuchung die Daten von mindestens der Hälfte der Teilnehmer der laufenden Studien über eine Dauer von zwei Monaten nach der abgeschlossenen Impfung. Dieser Punkt könnte „in der dritten Novemberwoche“ erreicht werden. Unter der Annahme positiver Daten könnte bald nach Erreichen dieses Sicherheitsmeilensteins eine Notfallgenehmigung in den USA beantragt werden. Demnächst werden noch wichtige Studiendaten erwartet. Möglicherweise kommen diese noch in der laufenden Woche, spätestens kommende Woche.

Positive News zum Corona-Impfstoffkandidaten könnten der Aktie von Pfizer wieder Auftrieb verleihen. Noch deutlich stärker dürften sich diese aber beim kleineren Partner BioNTech auswirken. DER AKTIONÄR empfiehlt deswegen, auf BioNTech zu setzen. Allerdings ist die Aktie auch als deutlich spekulativer einzustufen.

BioNTech (WKN: A2PSR2)

Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: BioNTech.

(Mit Material von dpa-AFX)