13.11.2019 Andreas Deutsch

Beyond Meat: Burger-Krieg immer heftiger – crasht die Aktie wieder?

-%
BEYOND MEAT
Trendthema

Der Kampf um Vegane, Vegetarier und Flexitarier geht in eine neue Runde. Burger King setzt nun auch in Europa auf eine fleischlose Alternative seines Kassenschlagers Whopper. Auch der US-Fleischkonzern Tyson Foods treibt sein Fleischlos-Geschäft voran. Für den Pionier Beyond Meat wird es immer ungemütlicher.

Burger King bringt gemeinsam mit dem Konsumgüter-Riesen Unilever den pflanzlichen „Rebel Whopper" heraus, wie die Konzerne mitteilten. Die Veggie-Variante des Burger-King-Klassikers geht demnach in mehr als 2.500 Filialen in 25 europäischen Ländern an den Start, auch in Deutschland. 

Hauptzutaten des „Rebel Whopper" sind nachhaltiges Soja, Weizen, Pflanzenöl, Kräuter und Zwiebeln. Die veganen Patties kommen von der Unilever-Tochter The Vegetarian Butcher.

Aggressiv unterwegs: Burger King greift die Konkurrenz mit dem Rebel Whopper an.
obs/Unilever Deutschland GmbH/Burger King

Im US-Heimatmarkt sprang Burger King bereits vor Monaten mit dem "Impossible Whopper" auf den Trend zu fleischlosem Fast Food auf.

Für Beyond Meat ist die Wahl Burger Kings auf The Vegetarian Butcher nicht der einzige Rückschlag in diesen Tagen. Tyson Foods hat bekannt gegeben, dass die Tochter Raised & Rooted vegetarische Nuggets nun in 7.000 Geschäften verkaufen wird. Im August hatte Tyson noch das Ziel ausgegeben, die Nuggets bis Ende September in 4.000 Geschäften anzubieten.

Beyond Meat (WKN: A2N7XQ)

Nach dem Crash wird Beyond Meat mit einem KUV von 10,5 bewertet. Für ein hoffnungsvolles Unternehmen in einem stark aufstrebenden Markt wäre dies absolut in Ordnung. Doch bei Beyond Meat liegt der Fall ganz anders: Die Konkurrenz präsentiert sich äußerst aggressiv, will mit aller Macht, etlichen neuen Produkten und Top-Deals Marktanteile gewinnen. Gegen die Marketing- und Vertriebspower von Unilever, Nestlé oder Kellogg hat es Beyond Meat sehr schwer. Darüber hinaus schwebt das Ende der Lock-up-Periode wie ein Damoklesschwert über dem Aktienkurs. Ergo: Mit der Aktie könnte es noch weiter bergab gehen. 

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Beyond Meat.