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09.08.2019 Leon Müller

Bayer-Aktie: Vergleich bei Glyphosat-Klagen eine Ente oder der Durchbruch?

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Bayer

Bayer-Aktien legen den dritten Tag in Folge zu, gewinnen heute an der DAX-Spitze erneut knapp fünf Prozent. Wichtige Widerstände – weggesprengt. Ausschlaggebend für den neuen Mut der Anleger: Eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg. Ihr zufolge steht ein Vergleich in den Streitfällen um das Glyphosathaltige Pflanzenvernichtungsmittel Roundup bevor. Doch es gibt auch Fragezeichen.

Ist die Causa Glyphosat/Roundup demnächst vom Tisch? Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Verweis auf mit dem Vorgang vertraute Kreise. Ein Sprecher des Unternehmens wollte weder gegenüber Bloomberg noch gegenüber dem AKTIONÄR die Meldung kommentieren. 

"Hochkomplexe Angelegenheit"

Noch am Dienstag vermittelte Bayer in einem Hintergrundgespräch mit dem AKTIONÄR den Eindruck, eine Einigung respektive ein Vergleich in der Causa Glyphosat/Roundup, bei der 18.400 Klagen anhängig sind, sei nicht zu kurzfristig zu erwarten. Es gäbe hierzu sehr weit auseinanderliegende Vorstellungen unter anderem hinsichtlich der Höhe der Vergleichssumme.

Bayer (WKN: BAY001)

Der heutige Kursanstieg basiert auf einer Agenturmeldung. Sie ist bisher weder bestätigt noch dementiert worden, steht aber konträr zu den Äußerungen der Gesellschaft in den vergangenen Tagen (siehe auch DER AKTIONÄR Ausgabe 33/2019). Als sicher kann gelten: Bestätigt sich die Meldung von Bloomberg, dann dürfte der Anstieg keine Momentaufnahme bleiben. Die Klagen in der Causa lasteten bis zuletzt wie ein Damoklesschwert auf der Aktie. Ein Vergleich würde das Thema vom Tisch nehmen und den Weg dafür ebnen, den Fokus wieder auf das operative Geschäft zu lenken. Entpuppt sich die Nachricht indes als Ente, und dauert der Vergleichsprozess wie vom AKTIONÄR auf Grundlage der Äußerungen des Unternehmens erwartet noch länger an, könnte die Enttäuschung darüber den Kurs schnell wieder zurückkommen lassen.

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