Nach Ansicht der Experten von Kepler Cheuvreux sind die Aktien von BASF und Bayer im Chemiesektor die "Best Ideas for 2026". BASF bietet nach Einschätzung von Analyst Christian Faitz auf dem moderaten Bewertungsniveau eine gute Einstiegsmöglichkeit. BASF könnte dank des breiten Portfolios von einer Belebung der globalen Nachfrage profitieren.
Zudem biete der Konzern Anlegern eine attraktive Renditeperspektive. Positiv hebt Faitz auch hervor, dass BASF bei eigenen Maßnahmen zur Stabilisierung bereits Fortschritte erzielt habe – etwa durch konsequente Kostenoptimierungen und weitere Effizienzprogramme.
Bei Bayer sieht der Analyst eine schrittweise Entspannung bei den belastenden Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten in den USA. Dabei geht es um Vorwürfe möglicher Krebsrisiken im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter, den sich Bayer mit der Monsanto-Übernahme im Jahr 2018 ins Unternehmen geholt hatte. Bayer wartet nun auf ein richtungsweisendes Urteil des obersten US-Gerichts, des Supreme Court, das für mehr rechtliche Klarheit sorgen könnte. Darüber hinaus betonte Faitz die starke Dynamik in der Life-Sciences-Pipeline des Konzerns, die mittelfristig wichtige Wachstumsimpulse liefern dürfte.
Deutlich skeptischer äußerte er sich hingegen zu H&R, einem Hersteller chemisch-pharmazeutischer Spezialprodukte auf Rohölbasis. Hier sieht Faitz weiterhin ein schwieriges Marktumfeld und stufte die Aktie folglich von „Hold“ auf „Reduce“ herab. Insbesondere die starke Abhängigkeit vom Deutschland-Geschäft mache das Unternehmen anfällig, etwa im Falle eines möglichen Gas-Engpasses in Europa.
Auch DER AKTIONÄR ist langfristig betrachtet positiv für BASF gestimmt. Kurzfristig wird für den weiteren Kursverlauf die Entwicklung der Weltwirtschaft in den kommenden Monaten entscheidend werden. Mutige mit einem langen Atem können das im historischen Vergleich sehr günstige Bewertungsniveau zum Einstieg bei BASF nutzen. Der Stoppkurs kann bei 36,00 Euro belassen werden. Die Einschätzung zu den Anteilscheinen von Bayer finden Sie hier.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.
Heute, 06:53