Die Aktie von BASF hat sich zuletzt in einer sehr robusten Verfassung gezeigt. Auch die in der Vorwoche veröffentlichten eher enttäuschenden Eckdaten für das vierte Quartal konnten den leichten Aufwärtstrend der Dividendentitel bisher nicht stoppen. Aktuell arbeitet die Aktie des Ludwigshafener Chemieriesen am Ausbruch auf ein neues Mehr-Monats-Hoch.
Indes prüft der Chemieriese strategische Optionen für sein Tochterunternehmen Trinamix. Der DAX-Konzern erwägt den Verkauf von Geschäftsfeldern, die nach Einschätzung des BASF-Vorstands nicht zum künftigen Kerngeschäft gehören. Im Rahmen der neuen Konzernstrategie will sich das Unternehmen stärker auf die zentralen Aktivitäten konzentrieren.
Trinamix entwickelt Technologien in den Bereichen biometrische Bildgebung sowie mobile Materialanalyse auf Basis der NIR-Spektroskopie. Das Unternehmen wurde 2015 als BASF-Tochter gegründet, hat seinen Sitz in Ludwigshafen und beschäftigt weltweit rund 200 Mitarbeiter. Zudem verfügt Trinamix über mehr als 800 Patente und Patentanmeldungen.
Im Mittelpunkt der aktuellen Neubewertung stehen laut BASF eine effizientere Kostenstruktur, organisatorische Anpassungen und die Steigerung des Unternehmenswerts. Dabei schließt der Konzern auch den Verkauf einzelner Geschäftsbereiche nicht aus. Parallel dazu kommt es zu einem Wechsel an der Unternehmensspitze: Der bisherige Geschäftsführer ist zum 26. Januar 2026 ausgeschieden. Die Leitung übernimmt Lothar Laupichler, der zuletzt das weltweite Electronic-Materials-Geschäft von BASF verantwortete.
Die BASF-Aktie hat die mauen Q4-Eckdaten sehr gut verkraftet. Ob Trinamix nun verkauft wird oder nicht, dürfte letztlich keinen großen Einfluss auf die weitere Kursentwicklung haben. Entscheidend hierfür dürfte nun die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft in den kommenden Monaten werden. Mutige mit einem langen Atem können das im historischen Vergleich sehr günstige Bewertungsniveau zum Einstieg bei der Dividendenperle nutzen. Der Stopp kann indes nach wie vor bei 36,00 Euro belassen werden.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.
Heute, 08:11