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BASF und Lanxess: "Jahresbilanz der Chemie ist unterirdisch"

BASF und Lanxess:
Foto: BASF
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Thorsten Küfner Heute, 08:47 Thorsten Küfner

Das Marktumfeld für Chemiekonzerne wie BASF oder Lanxess bleibt rau. Denn der Iran-Krieg hat die Aussichten für die schon seit längerem in einer tiefen Branchenkrise steckende deutsche Chemiebranche noch einmal verschlechtert. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) zog wegen der hohen Unsicherheiten seine Prognose für das laufende Jahr zurück.

Zuvor hatte der VCI für das laufende Jahr für die chemisch-pharmazeutische Branche noch insgesamt eine stagnierende Produktion und für die Chemie alleine einen Rückgang um ein Prozent erwartet. Bei sinkenden Preisen und stagnierender Produktion sollte das ein Umsatzminus von rund zwei Prozent bedeuten.

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup fand deutliche Worte: "Die Jahresbilanz der Chemie ist unterirdisch - Produktion, Umsatz und Preise sind im roten Bereich!" Und das Jahr 2026 wird vermutlich nicht leichter. Schon vor dem Iran-Krieg habe es keine Aufbruchsstimmung gegeben. Die Branche leide insgesamt unter einer schwachen Industriekonjunktur, hohem Importdruck und einem intensiven Preiswettbewerb.

Nun sorgt der Iran-Krieg für weitere Risiken aufgrund der Blockade der Straße von Hormus, sagte der Manager. Neben der Öl- und Gasversorgung könnte es zu ernsten, zunehmenden Versorgungsengpässen bei Rohstoffen wie Ammoniak, Phosphat, Helium und Schwefel kommen. Es gebe bereits Hinweise auf Störungen bei internationalen Lieferketten. Je länger der Krieg dauere, desto heftiger seien die Folgen. "Die hohen Preise und die anhaltende Unsicherheit bringen viele Betriebe an ihre Grenzen."

Mehrere Chemieproduzenten haben wegen der konjunkturellen Lage bereits Sparprogramme aufgelegt. So baut BASF als Teil seiner Sparkurses Tausende Jobs ab: Rund 4.800 Beschäftigte hätten das Unternehmen zwischen Dezember 2023 und Dezember 2025 verlassen, sagte Finanzvorstand Dirk Elvermann Ende Februar. Etwa die Hälfte davon entfällt auf Deutschland. Ein Ende des Beschäftigungsabbaus in der Chemie sei derzeit nicht absehbar, teilte der Verband mit.

2025 hatte die Chemie- und Pharmabranche mit 478.000 Beschäftigten unter einer Nachfrageschwäche und billiger Konkurrenz aus China gelitten. Der Umsatz sank um 1,4 Prozent auf 219,6 Milliarden Euro. Bei der Produktion ging es um 0,5 Prozent nach unten.

BASF (WKN: BASF11)

Mutige können beim günstig bewerteten Dividendentitel BASF an Bord bleiben. Der Stoppkurs sollte bei 39,00 Euro belassen werden. Bei Lanxess sollte weiterhin abgewartet werden, bis eine nachhaltige Bodenbildung oder eine Trendwende gelingt. Solange die Straße von Hormus aber noch blockiert ist, dürfte dieses Unterfangen sehr schwierig werden. 

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Lanxess (WKN: 547040)

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.

Enthält Material von dpa-AFX

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