12.09.2014 Stefan Limmer

BASF-Tochter expandiert nach Norwegen – jetzt einsteigen?

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Die BASF-Tochter Wintershall macht mit ihrem milliardenschweren Investitionsprogramm ernst: Am Freitag besiegelte das Unternehmen für 1,25 Milliarden US-Dollar (967 Millionen Euro) die Übernahme von Anteilen an mehreren Öl- und Gasförderprojekten des norwegischen Energiekonzerns Statoil.

Mit den Zukäufen erhöht Wintershall seine tägliche Produktion in Norwegen um ein Drittel auf 60.000 Barrel Öleinheiten. Neben Russland setzt Wintershall bei seinem Wachstumskurs besonders auf Norwegen. "Wir sind vom Potenzial des norwegischen Kontinentalschelfs überzeugt und haben unser Ziel fest im Blick: Wir wollen eines der führenden Öl- und Gasunternehmen in Norwegen werden", sagte Konzernchef Rainer Seele.

Wintershall will von diesem Jahr an bis 2018 vier Milliarden Euro investieren. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich Wintershall an drei Nordsee-Feldern von Statoil beteiligt. Das neue Geschäft soll rückwirkend zum 1. Januar 2014 vollzogen werden, muss aber noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden. Das gilt aber als Formsache, zumal Statoil selbst zu zwei Dritteln dem norwegischen Staat gehört.

Klarer Kauf

Zum Paket zählen auch vier Explorationslizenzen für das aussichtsreiche Aasta-Hansteen-Feld nördlich des Polarkreises und eine 13,2-prozentiger Anteil am Pipeline-Projekt Polarled, das von dort die Rohstoffe ans Festland bringen soll. Die guten Aussichten für die Tochterfirma dürfte die BASF-Aktie beflügeln. Langfristig orientierte Anleger können die derzeitige Konsolidierung zum Einstieg nutzen. Mit einem 2015er-KGV von 12 und einer Dividendenrendite von 3,5 Prozent ist die Aktie immer noch günstig. 

(mit Material von dpa-AFX)