25.03.2019 Markus Bußler

Barrick Gold: Platzt der Newmont-Goldcorp-Deal?

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Barrick Gold
Trendthema

Es wird immer enger für die geplante Übernahme von Goldcorp durch Newmont Mining. Nachdem Ende vergangener Woche bereits Paulson & Co bekannt gegeben hat, dass man einen solchen Zusammenschluss nicht unterstützen werde, springt jetzt ein weiterer Großaktionär Paulson zur Seite: VanEck erklärte, man sehe ebenfalls keinen Vorteil für die Newmont-Aktionäre.

Sowohl Paulson als auch VanEck argumentieren ähnlich: Die Vorteile, die das Joint-Venture mit Barrick Gold in Nevada schafft, würden durch den Deal mit Goldcorp wieder zunichte gemacht. Es wäre unfair, argumentiert VanEck Fondsmanager Joe Forster, wenn die Goldcorp-Aktionäre von dem Joint-Venture profitieren würden. Zudem kritisiert Foster die hohen Abfindungen, die an Goldcorp-Manager bezahlt werden im Zusammenhang mit der Übernahme. Es wurde unter anderem bekannt, das Chairman Ian Telfer zwölf Millionen Dollar erhalten soll. „Paulsons Analyse mag aggressiv sein“, sagte Foster gegenüber Bloomberg „aber ich denke, sie ist richtig.“ Aktionäre sollten nicht die hohen Abfindungen unterstützen.

Paulson alleine hätte kaum etwas ausrichten können. Doch mit VanEck an der Seite sieht die Sache anders aus. VanEck hält sechs Prozent an Newmont und hat damit großes Gewicht. Nicht auszuschließen, dass sich noch andere Fonds dieser Ansicht anschließen. Dann könnte es eng werden für den Zusammenschluss. Die Goldcorp-Aktie kam am Freitag deutlich unter Druck, während sowohl Newmont als auch Barrick zulegen konnten. Ein Fingerzeig des Marktes, der offensichtlich die Argumente der beiden Fondamanager als durchaus plausibel hält. DER AKTIONÄR sieht weiterhin Newmont und Barrick als bessere Wahl gegenüber Goldcorp.