17.04.2019 Markus Bußler

Barrick Gold: Das ist stark!

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Barrick Gold
Trendthema

Die Aktie von Barrick Gold konnte ihren Ausbruch vorerst nicht bestätigen. Das Papier fiel in den vergangenen Tagen deutlich zurück. Angesichts der Tatsache, dass der Goldpreis am Dienstag unter die wichtige Unterstützung bei 1.280 Dollar gefallen ist, dürfte das aber auch nicht allzu überraschend sein. Operativ befindet sich der Konzern aber auf Kurs. Das zeigt eine Meldung, die gestern über die Ticker gelaufen ist.

Die Kibali-Mine im Kongo, die Barrick Gold durch die Übernahme von Randgold Resources übernommen hat, verzeichnet einen starken Start in das laufende Jahr. Das sagte Barrick-CEO Mark Bristow. Die Mine, die zu den Top-10-Minen auf der Welt grhört, wird von Barrick Gold in einem Joint-Venture mit AngloGold Ashanti und dem Staat Kongo betrieben. Mark Bristow sprach vor Medienvertretern und Aktionären davon, dass die Mine einen Rekord nach dem anderen brechen würde auf dem Weg zu einer Jahresproduktion von 750.000 Unzen Gold. Die große Herausforderung bei Kibali sei, die Ressourcen und Reserven wieder aufzufüllen. Doch Bristow zeigte sich zuversichtlich, dass das gelingen könne.

Die operative Entwicklung ist die eine Sache – die Entwicklung der Aktie die andere. Natürlich hängt die Performance einer Goldaktie nicht nur am Goldpreis. Andernfalls hätte zum Beispiel ein Produzent wie Kirkland Lake Gold in den vergangenen drei Jahren keine 400 Prozent zulegen können. Aber der Goldpreis ist natürlich eine sehr wichtige Variable. Deshalb dürfte der jüngste Rücksetzer bei barrick Gold auch weniger auf die operative Entwicklung denn auf die Entwicklung des Goldpreises zurückzuführen sein. Operativ wird 2019 sicherlich ein Übergangsjahr für Barrick. Analysten müssen sich erst einen Überblick verschaffen, wie die Integration von Randgold in Barrick Gold gelingt und wie sich die neue Barrick Gold am Ende darstellen wird. Die Frage ist auch: Welche Projekte wird Barrick noch abstoßen und welche Projekte werden zum Kerngeschäft gehören? Bis sich das neue Profil stärker herauskristallisiert, wird der Goldpreis sicherlich einen größeren Einfluss haben. Mittelfristig sollte sich aber die neue Ausrichtung und die Einsparungen, die sich auch aus dem Joint Venture mit Newmont in Nevada ergeben, positiv auswirken und Barrick einen Deut unabhängiger von der kurzfristigen Entwicklung des Goldpreises machen.