04.06.2019 Markus Bußler

Barrick Gold: Chef reist nach Papua-Neuguinea – K92 Mining im Visier?

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Barrick Gold
Trendthema

Die Goldaktien konnten in den vergangenen Tagen deutlich zulegen. Auch das Papier des zweitgrößten Goldproduzenten Barrick Gold konnte sich von seinen Tiefständen lösen. Aktuell sieht es danach aus, als könne die Barrick-Aktie das Tief aus dem Januar verteidigen und einen Boden einziehen. Derweil ist Barrick-Chef Mark Bristow nach Papua Neuguinea gereist und hat sich dort mit dem Premierminister getroffen.

Barrick betreibt in Papua Neuguinea die Porgera-Mine in einem Joint-Venture. Das Problem: Offiziell läuft der Minenvertrag am 16. August aus – und es geht um eine Verlängerung. Auf der Porgera-Mine müsste in größerem Umfang investiert werden, doch eine solche Investition können man nur schwerlich rechtfertigen, wenn es nicht gleichzeitig eine Sicherheit für die Mine gebe, sagte Bristow in einem Statement. Das Projekt, das 1990 in Betrieb gegangen ist, hat mittlerweile über 20 Millionen Unzen Gold produziert. Grundsätzlich bekannte sich Mark Bristow und damit auch Barrick Gold zu Papua Neuguinea und der Porgera-Mine. Es gab immer wieder Gerüchte, Barrick könne auch den verbliebenen Anteil veräußern wollen.

In Papua Neuguinea sitzt auch K92 Mining – und das ist paradoxer Weise ein ehemaliges Barrick-Projekt. Die Aktie erreicht, wenn man einmal den Spike kurz nach dem Börsengang ausklammert, gestern ein neues Allzeithoch. Auch hier ranken sich mittlerweile allerlei Übernahmespekulationen um den Titel. Mittlerweile wird klar, dass K92 durch den Fund von Kora/Kora North auf einer riesigen Ressource sitzen könnte. Die Schätzungen gehen mittlerweile in Richtung fünf Millionen Unzen – und zwar hochgradige Unzen. Könnte ausgerechnet Barrick Gold das alte Projekt zurückkaufen?

Ehrlich gesagt: Das ist eher unwahrscheinlich. Barrick scheint seinen Fokus auf den amerikanischen Kontinent zu legen und ist derzeit noch dazu mit Acacia beschäftigt. Es gibt sicherlich andere Konzerne, für die K92 interessant sein dürfte. An oberster Stelle stehen hier australische Konzerne wie Newcrest, aber auch Freeport McMoRan könnte Interesse haben – oder natürlich einer der größeren Rohstoffkonzerne wie BHP oder auch Rio Tinto. Neben Gold produziert K92 shcließlich auch Kupfer. Doch aktuell geht es für K92 vor allem darum, die große Ressource nachzuweisen und die Produktion auf über 100.000 Unzen im Jahr zu steigern. Darauf sollten Anleger unabhängig von der Übernahmefantasie ihr Augenmerk richten.

K92 ist nur eine der Aktien im Goldfolio-Depot, die gestern deutlich zulegen konnten. Das Depot erreicht ein neues Jahreshoch. Sind Sie schon dabei? Testen Sie Goldfolio. 13 Ausgaben für nur 49 Euro. Alle Details: www.goldfolio.de