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06.06.2018 Nikolas Kessler

Axel Springer: JPMorgan stuft ab – Aktie unter Druck

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DAX

Die US-Investmentbank JPMorgan hat ihre Kaufempfehlung für die Aktie von Axel Springer gestrichen und den Kurs damit unter Druck gebracht. Zwar kann sich die Aktie am Mittwochvormittag stabilisieren, dennoch sollten Anleger den Stopp im Auge behalten.

Über Jahre hinweg hat sich die Aktie von Axel Springer überdurchschnittlich gut entwickelt – nach Einschätzung von JPMorgan-Analyst Marcus Diebel mangelt es dem Medienkonzern kurzfristig jedoch an Katalysatoren, um diese Entwicklung aufrechtzuerhalten. Speziell im Online-Rubrikengeschäft (Classified Media) mit Anzeigenportalen – bisher einer der größten Wachstumstreiber – sei eine Fortsetzung der Performance unwahrscheinlich, da der Wandel von Print zu Online langsam abgeschlossen sei.

Als Konsequenz müsse der Medienkonzern stärker in Technologie und Marketing investieren oder versuchen, durch Übernahmen weiter zu wachsen. Dies berge jedoch Risiken für die Gewinnentwicklung, so Diebel. In der Folge hat er die Springer-Aktie von „Overweight“ auf „Neutral“ abgestuft und das Kursziel von 76 auf 66 Euro gesenkt.

Bereits in der Vorwoche hatte UBS die Aktie mit einem „Sell“-Rating und einem Kursziel von 58 Euro in die Bewertung aufgenommen und zur Begründung auf Risiken für die kurz- und langfristige Gewinnentwicklung verwiesen.

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Stoppkurs in Reichweite

Die Aktie konnte in den letzten Monaten kräftig zulegen und Ende Februar bei 74,40 Euro ein neues Allzeithoch markieren. Seitdem geht es aber überwiegend bergab – rund 17 Prozent hat sie seit dem Hoch verloren. Die Abstufung durch JPMorgan hat den Verkaufsdruck noch einmal erhöht: Um bis zu 3,6 Prozent ging es am Mittwochmorgen in der Spitze nach unten.

Zwar konnte der Abschlag im Laufe des Vormittags auf rund ein Prozent eingedämmt werden, dennoch ist der auf 60 Euro nachgezogene Stoppkurs des AKTIONÄR inzwischen gefährlich nahe. Investierte Anleger sollten daher auf der Hut bleiben.

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