28.06.2018 Matthias J. Kapfer

Aurelius: Shortseller bekommen kalte Füße – Aktie trotzdem unter Druck

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DAX
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Die Beteiligungsgesellschaft befindet sich seit der Dividendenzahlung Mitte Mai auf dem absteigenden Ast. Trotz Reduzierung des Short-Engagements einiger großer Leerverkäufer kommt die Aktie auf keinen grünen Zweig.

Bereits Anfang Juni reduzierte der bisher größte engagierte Leerverkäufer OCH-ZIFF Management Europe Limited seine Short-Positionen um fast die Hälfte. Zwei Wochen später folgte der Shortseller Highbridge Capital Management, der seine Position von knapp 0,96 Prozent komplett glattstellte und sich somit komplett zurückzog. Die BNP Paribas SA zieht heute mit einer Reduzierung der Position von 0,74 Prozent auf 0,59 Prozent ebenfalls nach.

(Quelle: Bundesanzeiger)

Wenig Impluse

Von der Unternehmensseite vermeldet Aurelius zuletzt die Expansion der Tochtergesellschaft GHOTEL. Diese eröffnet zwei weitere Hotels als Franchisenehmer für die Accor-Gruppe (Ibis, Novotel und Co.), und stellt weitere Hotelprojekte in Aussicht. Außerdem übernahm eine andere Tochtergesellschaft namens Conaxess Trade den Vertrieb für drei nordische Länder für Spreads, einem ehemaligen Geschäftsbereich von Unilever. Deutlich größere Impluse könnten weitere Unternehmenskäufe und -verkäufe liefern, diese blieben aber in der letzten Zeit aus.

Aktie deutlich unter Druck

Für die Papiere des Münchner Beteiligungsunternehmens geht es seit der Dividendenzahlung Mitte Mai ordentlich nach unten – rund 24 Prozent verloren die Papiere seither. Das einstige Allzeithoch von 67,80 Euro vor der Shortattacke der amerikanischen Hedgefonds-Gesellschaft Gotham City im vergangenen Jahr rückt somit wieder in weite Ferne. Stürzt die Aktie weiter unter die wichtige Unterstützungslinie bei 50,00 Euro, sind weitere Abschläge möglich.

DER AKTIONÄR rät Investierten Anlegern zu einem Stopp bei 50,00 Euro. Neueinsteiger verharren zunächst an der Seitenlinie.

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