Der britische Chipdesigner Arm Holdings legt am Mittwoch nach US-Börsenschluss seine neuen Quartalszahlen vor. Die Veröffentlichung gilt an den Märkten als doppelter Gradmesser: Der Bericht zeigt, wie tief die Krise im Smartphone-Sektor wirklich sitzt – und wie erfolgreich der Vorstoß in lukrative Rechenzentren verläuft.
Das Schicksal von Arm hängt nach wie vor eng an der Smartphone-Industrie. Fast jedes moderne Mobiltelefon nutzt die Architektur der Briten. Doch der Markt lahmt. Hohe Preise für Speicherchips und eine spürbare Kaufzurückhaltung der Kunden bremsen die Verkäufe der Hersteller.
Der Grund für den jüngsten Optimismus liegt deshalb woanders: im Rechenzentrum. Arm gewinnt bei Betreibern großer Serverfarmen rasant an Boden. Im Juli-Bericht hatten sich die Lizenzgebühren aus diesem Segment im Jahresvergleich mehr als verdoppelt. Während das Smartphone-Geschäft stagniert, treibt der Hunger nach Künstlicher Intelligenz die Nachfrage nach energieeffizienten Chipdesigns für die Cloud an.
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