Die Nachfrage kehrt zurück, und Heidelberg Materials nutzt den Rückenwind. Im dritten Quartal legten Umsatz und Ergebnis deutlich zu. Konzernchef Dominik von Achten spricht von einer noch einmal beschleunigten Wachstumsdynamik, die vor allem Europa geprägt hat, während das Geschäft in Nordamerika weiter wächst. Die Jahresziele bestätigte der Konzern.
An der Börse kam das gut an: Die Aktie gewinnt rund sieben Prozent. Sie ist damit der beste Wert im deutschen Leitindex DAX.
Operativ überzeugt die Zahlenlage. Das bereinigte Ebit stieg um 8,7 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Treiber sind der Sparkurs, Preiserhöhungen und eine stetige Nachfrageerholung. Der Umsatz kletterte um 10,4 Prozent auf 6,41 Milliarden Euro. Für 2026 bleibt das Ziel eines operativen Ergebnisses von 3,4 bis 3,65 Milliarden Euro.
JPMorgan-Analystin Elodie Rall lobt das über dem Konsens ausgefallene operative Ergebnis, die Preise entwickelten sich positiv. Zudem wurde das Finanzziel des Effizienzprogramms angehoben.
Beim Kostenprogramm peilt der Konzern an, sein Einsparziel von 500 Millionen Euro bis Jahresende zu übertreffen. Bis Ende 2028 sollen weitere 300 Millionen Euro folgen, während mehr technische Effizienz die Margen stärken soll.
Zugleich wird das Werksnetz umgebaut. Wegen des deutlichen Absatzrückgangs bei Zement in Europa und des Fokus auf CO2-reduzierte Produkte wird das Werk Paderborn dauerhaft stillgelegt. Skövde in Schweden konzentriert sich ab 2027 auf Zement, der Standort Ranville in Frankreich wird geschlossen.
Die Aktie von Heidelberg Materials gewinnt derzeit mehr als sieben Prozent auf 168,00 Euro. Damit liegt sie klar vor Continental und der Deutschen Bank an der DAX-Spitze. Zuletzt gelang bereits der Sprung über die 50-Tage-Linie. Kann die Aktie nun auch die 200-Tage-Linie knacken, wäre dies ein neues klares positives Signal. Anleger packen das Papier auf die Watchlist.
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