So investieren Sie wie Peter Lynch
05.01.2021 Nikolas Kessler

Apple: Zulieferer Foxconn sorgt für Aufsehen

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Apple

Die Aktie von Apple war im Jahr 2020 mit Abstand der größte Gewinner im Dow Jones und hat kurz vor dem Jahreswechsel noch ein neues Allzeithoch markiert. Den Gewinnmitnahmen am US-Aktienmarkt zum Start ins neue Jahr konnte sie sich aber auch nicht entziehen. Für spannende News sorgt derweil Zulieferer Foxconn.

Rund 2,5 Prozent schwächer hat die Apple-Aktie am ersten Handelstag des Jahres 2021 an der Wall Street geschlossen – und damit etwas stärker verloren als die Leitindizes Dow Jones und S&P 500, die zu US-Handelsstart abermals neue Höchststände markiert hatten.

Am aussichtsreichen Chartbild des Tech-Konzerns ändert das allerdings nicht. Das Allzeithoch bei 138,79 Dollar, das vor exakt einer Woche erreicht wurde, ist nach wie vor in Reichweite. Zudem lassen Analystenschätzungen zu den iPhone-Verkäufen im wichtigen Weihnachtgeschäft auf eine starke operative Entwicklung im abgelaufenen Quartal hoffen.

Zulieferer Foxconn wird Autobauer

Für Aufsehen sorgte der weil der langjährige Apple-Zulieferer Foxconn mit seinem Vorstoß ins Autogeschäft. Der Elektronik-Spezialist aus Taiwan will die chinesische Elektroauto-Firma Byton beim Aufbau der Produktion des ersten Serienfahrzeugs unterstützen, wie die Unternehmen am Montag mitteilten. Byton wollte bereits im vergangenen Jahr die Fertigung in China aufnehmen, in der Corona-Pandemie wurden die Pläne jedoch auf Eis gelegt. Nun werde ein Start der Produktion bis zum ersten Quartal 2022 angepeilt, hieß es.

Foxconn wolle „industrielle Ressourcen und seine Expertise in fortschrittlicher Fertigungstechnologie“ einbringen, teilten die Unternehmen mit. Foxconn hatte vor einem Jahr bereits eine Kooperation mit dem Autokonzern Fiat Chrysler für den chinesischen Markt bekanntgegeben. Doch der Status dieses Projekts ist unklar.

Vor dem Hintergrund der Spekulationen über ein autonomes E-Auto von Apple, die seit Wochen wieder Fahrt aufnehmen, könnte es auch für Apple selbst von Vorteil sein, wenn der langjährige Fertigungspartner bereits Expertise im Fahrzeugbereich sammeln kann. 

Apple (WKN: 865985)

Der kurzfristige Durchhänger zum Jahresstart ist mit Blick auf die jüngste Kursentwicklung und die bullishen Aussichten im operativen Geschäft kein Grund zur Sorge. Investierte Anleger bleiben dabei, Neueinsteiger können bei der Apple-Aktie weiterhin zugreifen.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Apple.

Mit Material von dpa-AFX.

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