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Foto: Amazon
25.11.2019 Andreas Deutsch

Amazon vs. Microsoft: „Klare Mängel und Fehler“

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Amazon.com

Amazon wehrt sich: Der Konzern geht nun auch gerichtlich gegen die Vergabe eines milliardenschweren Cloud-Computing-Auftrags des US-Verteidigungsministeriums an den Konkurrenten Microsoft vor. Eine Konzernsprecherin bestätigte am Wochenende, Amazon habe wegen der umstrittenen Auftragsvergabe Klage eingereicht.

Im Vergabeverfahren habe es "klare Mängel, Fehler und unverkennbare Voreingenommenheit" gegeben. Die Vergabe von Regierungsaufträgen müsse "frei von politischem Einfluss" geschehen. US-Präsident Donald Trump übt regelmäßig scharfe Kritik an Amazon-Chef Jeff Bezos. Bezos gehört auch die Washington Post, die kritisch über Trump berichtet.

Das Pentagon hatte Ende Oktober mitgeteilt, dass der Cloud-Computing-Auftrag an Microsoft gehen werde. Im Vertrag ist eine Obergrenze von bis zu umgerechnet rund neun Milliarden Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren festgeschrieben, wie das Pentagon damals mitteilte.

Fest vereinbart seien aber zunächst umgerechnet rund 900.000 Euro innerhalb von zwei Jahren. Im Rahmen des Vertrags werde sich Microsoft "entscheidenden und dringenden" Anforderungen an die moderne Cloud-Infrastruktur des Pentagons annehmen.

Um den Auftrag hatte sich unter anderem auch Amazon beworben. Der weltgrößte Online-Händler galt lange als Favorit im Rennen um den Zuschlag. Nach der Vergabe hatte Amazon-Sprecher Drew Herdener sich überrascht gezeigt. Amazon Web Services sei der klare Marktführer im Cloud Computing, und eine detaillierte Bewertung der Angebote führe eindeutig zu einem anderen Schluss.

Der Pentagon-Auftrag ist ein Prestige-Projekt – deswegen ist Amazons Handeln nachvollziehbar und wichtig. DER AKTIONÄR bleibt dabei: Die aktuelle Kursflaute bedeutet eine glasklare Kaufchance für Langfrist-Anleger. 

(Mit Material von dpa-AFX)

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