Der europäische Versicherungssektor rückt erneut in den Fokus der Analysten. Solide Bilanzen, steigende Gewinne und attraktive Ausschüttungen sorgen für Rückenwind. Auch die Allianz steht dabei wieder verstärkt im Blick von Deutsche Bank Research. Das Analysehaus hat die Aktie wieder in sein Universum aufgenommen.
Deutsche Bank Research hat die Bewertung für die Allianz-Aktie im Zuge eines Analystenwechsels wieder gestartet. Das Votum lautet dabei „Hold“, das Kursziel liegt bei 400 Euro. Verantwortlich für die Neueinschätzung ist der Analyst Kailesh Mistry, der zugleich einen konstruktiven Blick auf den gesamten europäischen Versicherungssektor wirft.
Nach Einschätzung von Mistry bietet der Sektor auf Sicht der kommenden Jahre ein attraktives Fundament. So erwartet Deutsche Bank Research ein Buchwertwachstum von rund acht Prozent sowie ein Gewinnwachstum von etwa neun Prozent. Hinzu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich rund 4,5 Prozent – ein Argument, das Versicherer gerade für einkommensorientierte Anleger interessant macht.
Gestützt wird diese Einschätzung durch solide Bilanzen. Die Solvabilitätsquoten liegen laut der Studie über der jeweiligen Risikobereitschaft der Unternehmen. Zudem attestiert der Analyst dem Sektor ein akzeptables Maß an finanzieller Hebelwirkung sowie eine ordentliche Generierung von Liquidität. Diese Faktoren sorgen für Stabilität und eröffnen zugleich Spielraum für Dividenden und Aktienrückkäufe.
Für die Allianz bedeutet das: Der Konzern bleibt ein qualitativ hochwertiger Branchenvertreter mit verlässlichen Kennzahlen. Das „Hold“-Votum signalisiert jedoch, dass ein Großteil der positiven Perspektiven bereits im Kurs eingepreist ist.
Die Allianz ist in vielen Punkten das Maß der Dinge in der europäischen Versicherungswirtschaft. Die Aktie bleibt ein attraktives Basisinvestment und gerade für Dividendenjäger eine überzeugende Option. Die Chancen stehen gut, dass in diesem Jahr endlich das Uralt-Rekordhoch von 402,66 Euro aus dem Jahr 2000 fällt.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz.
07.01.2026, 15:00