03.02.2015 Michael Schröder

Allianz, BASF, Daimler, Munich Re, Telekom und Co: Mit diesen DAX-Dividendenaktien entgehen Sie dem Zins-Fiasko

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Deutsche Telekom
Trendthema

Die Ausgangslage ist klar: „Der risikolose Zins beträgt derzeit null Prozent, wodurch für Anleger ein realer Kapitalerhalt nicht möglich ist“, sagt Thomas Schüßler, Portfolio Manager des DWS Top Dividende gegenüber dem AKTIONÄR. Anleger, die noch immer auf das Sparbuch oder Staatsanleihen setzen, verlieren unter dem Strich sogar Geld. Die klassische Lebensversicherung ist in Sachen Altervorsorge auch nicht mehr das, was sie einmal war. „Das Niedrigzinsumfeld stellt auch für Lebensversicherer eine enorme Belastung im Hinblick auf die Refinanzierung dar. Demzufolge sind auch die Garantiezinsen über die Jahre spürbar gesunken“, so Fondsmanager Schüßler.

Dividenden weiter im Fokus
Doch es gibt Alternativen: Wer sein Geld langfristig vermehren will, der kann auf Dividenden-Aktien setzen. „Langfristig machen Dividendenausschüttungen einen wichtigen Teil der Gesamtrenditen im Aktienmarkt aus“, stimmt Roger Peeters, Head of Research bei Oddo Seydler, zu. „Solide Ausschüttungen ermöglichen dem Investor Flexibilität, die Reinvestition kann über Zinseszinseffekte insbesondere langfristig viel bewirken“, führt der Kapitalmarktexperte aus.

Angesichts der niedrigen Zinsen werden Dividenden-Aktien auch im kommenden Jahr verstärkt im Fokus der Anleger stehen. „Hier ist keine Trendwende im Sicht“, prognostiziert Peeters. „Solange die Zinsen derart weit unten sind, bieten Dividenden eine durchaus dankbare Alternative.“ Zustimmung kommt von Peter Brändle, Manager des Swisscanto (LU) Equity Fund Top Dividend Europe: „Aus unserer Sicht sind europäische Aktien im langfristigen Vergleich noch eher günstig bewertet, besonders auch im Vergleich zu Anleihen. Die durchschnittliche Dividendenrendite europäi­scher Aktien in Höhe von 3,2 Prozent ist im Vergleich zu den niedrigen Zinsen, die am Geldmarkt oder für Staatsanleihen gezahlt werden, weiterhin sehr attraktiv.“

Kontinuität im Vordergrund
Worauf sollten Anleger bei einem Investment in dividendenstarke Aktien achten? „Hohe Renditen können auch durch einen Kursverfall zustande kommen, der oft fundamentale Probleme kennzeichnet“, sagt Peeters. „Diese Papiere sind somit oft nur optisch günstig.“ Gute Hinweise seien kontinuierliche Dividenden und nicht zu hohe Ausschüttungsquoten gemessen am Gewinn, weiß der Experte. Fondsmanager Brändle sieht das ähnlich: „Das Hauptaugenmerk bei einer Dividendenstrategie liegt auf dem Ertrag aus der kontinuierlich zu zahlenden Dividende – und erst in zweiter Linie auf der möglichen Kurssteigerung der Aktie“, so der Experte. „Daher sollten Anleger auf hohe und stetige Dividendenzahlungen achten. Sie sind Merkmale von Unternehmen, die auch unter schwierigen konjunkturellen Bedingungen ordentliche Gewinne erzielen.“ Soll heißen: diese Firmen verfügen über eine hohe Eigenkapitalquote, niedrige Verschuldung, ein solides Cashpolster und sind operativ sehr gesund, was sich wiederum positiv auf die Aktienkursentwicklung niederschlagen sollte.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich die Kurse dieser Dividendenperlen besser als der Durchschnitt entwickeln. „Es gibt mehrere Untersuchungen, die dies langfristig belegen“, so Peeters. DWS-Fondsmanager Schüßler legt noch einen weiteren Pluspunkt nach: „Verglichen mit anderen Aktienanlagen schonen Dividendentitel das Nervenkostüm und das Risikobudget.“

Die Dividendensaison startet bald wieder. „Es gibt heutzutage genügend Unternehmen, die eine attraktive Dividendenrendite aufweisen und sogar fähig sind, sie weiter zu erhöhen. Diese Titel gilt es herauszufiltern“, so Brändle. Die DZ Bank geht davon aus, dass die HDax-Konzerne - das sind alle Konzerne aus DAX, MDAX und TecDAX – in diesem Jahr Dividenden in Höhe von 37 Milliarden Euro ausschütten werden. Das wären elf Prozent mehr als im Vorjahr. Die höchste Rendite liefern im Leitindex die Allianz und die Munich Re.

Für die Charts ausgewählter Dividendenperlen aus dem DAX klicken Sie sich durch die Bilder-Galerie.

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