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20.09.2021 Lars Friedrich

Alibaba, BYD, Nio und Co: Geld gespart dank diesem kostenlosen Tipp

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Alibaba

Die Kurse von China-Aktien mit Tech- und Internetbezug sind heute Morgen in Hongkong deutlich abgerutscht. Ein Minus von mindestens zwei, drei Prozent war die Regel. Erholt haben sich die Kurse bis zur Mittagszeit nicht. AKTIONÄR-Leser waren rechtzeitig gewarnt, die Erholung am Freitagabend im US-Handel nicht zu kaufen.

DER AKTIONÄR hatte bezüglich der Kursgewinne bei China-Aktien geschrieben (Link): „Der mittelfristige Abwärtstrend bei Alibaba und Co ist voll intakt. Daher sollten Anleger im Zweifel nicht heute oder mit einer unlimitierten Order übers Wochenende in den Markt einsteigen oder ihre Positionen ausbauen. Gut möglich wäre es nämlich, dass am Montag erst mal wieder Druck auf die Kurse kommt, falls es übers Wochenende negative Nachrichten gibt und/oder Trader zum Wochenauftakt in Hongkong oder den USA wieder neue Leerverkaufspositionen eingehen.“

Alibaba (WKN: A117ME)

Diese Einschätzung hat sich als goldrichtig erwiesen. Auf den Kursen lastet heute die Angst, dass der überschuldete China-Immobilien-Gigant Evergrande in die Pleite rutschen könnte. Es soll um rund 300 Milliarden Dollar gehen. Schlimmstenfalls könnte eine Schockwelle durch den Immobilien-Sektor rollen, die den Finanzmarkt insgesamt ins Wanken bringt.

Nio (WKN: A2N4PB)

Heute fallen auch Aktien, die keine direkte Verbindung zu Evergrande haben. Darunter E-Commerce-Riese Alibaba, die Autohersteller BYD und Nio und der Versicherungsgigant Ping An Insurance, dessen Aktienkurs sich ohnehin seit März in einem extremen Abwärtstrend befindet. Ping An hat erklärt, es gebe „null Verbindung“ zu Evergrande und anderen Immobilienkonzernen. Der Kurs ist am Montag trotzdem zeitweise um mehr als fünf Prozent – und damit stärker als der Markt – gefallen.

Ping An Insurance China (WKN: A0M4YR)

Das Evergrande-Thema ist grundsätzlich nicht neu, sondern köchelt bereits seit Monaten. DER AKTIONÄR hatte unter anderem am 20. August im Zusammenhang mit Xiaomi über Evergrande als „pleitebedrohten“ Konzern geschrieben. Das wahrscheinlichste Szenario: Der chinesische Staat wird rettend eingreifen. Der pauschale Abverkauf dürfte dann schnell ein Ende finden. Bereits heute im US-Handel oder in den kommenden Tagen könnte es zu Gegenbewegungen kommen – vor allem bei Aktien, die eigentlich nichts direkt mit Evergrande zu tun haben. So oder so bleibt es jedoch dabei: Mittel- bis langfristige Investments im großen Stil drängen sich angesichts der schwierigen Gesamtsituation bei China-Aktien derzeit nicht auf.

Hinweis auf Interessenkonflikte: Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Alibaba.

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