13.03.2019 Michael Schröder

AKTIONÄR Top-Tipp MBB: Wie man den Börsenwert mit einer Meldung um 660.000€ steigert

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MBB startet ein Aktienrückkaufprogramm. Soweit, so gut. Doch die Beteiligungsgesellschaft hat erklärt, die Aktien - knapp zehn Prozent des Grundkapitals - ab dem kommenden Montag zu 89 Euro das Stück erwerben zu wollen. Das Besondere dabei: Kurz vor der Meldung wurde die Aktie noch zu 74,00 Euro gehandelt. Nach einer Handelsunterbrechung notieren die Papiere bei 84,00 Euro – über zwölf Prozent fester.

Die Meldung hat es in sich: Der MBB-Verwaltungsrat hat beschlossen, von der auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Mai 2018 beschlossenen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG Gebrauch zu machen und im Zeitraum vom 18. März 2019 bis einschließlich zum 2. April 2019 bis zu 646.775 eigene Aktien (entsprechend rund 9,80 Prozent des Grundkapitals) im Rahmen eines an alle Aktionäre gerichteten freiwilligen öffentlichen Rückkaufsangebots ("Aktienrückkauf") außerhalb der Börse zu erwerben.

Das klingt auf den ersten Blick nicht wirklich aufregend. Der Aktienrückkauf soll aber zu einem Erwerbspreis von 89,00 Euro je Aktie erfolgen – das sind satte 20 Prozent mehr als der letzte Kurs vor Veröffentlichung der Meldung. Das Volumen des Aktienrückkaufs liegt damit bei rund 57,5 Millionen Euro. Aktuell hält die MBB 13.225 eigene Aktien. Es wird beabsichtigt, nach Abwicklung des Aktienrückkaufs sämtliche eigenen Aktien zum Zwecke der Kapitalherabsetzung einzuziehen. Das hat in der Regel einen positiven Effekt auf den Kurs, der zuletzt mehr oder weniger Seitwärts tendierte.

MBB strebt an, die Kapitaleffizienz durch den Aktienrückkauf einerseits sowie den Zukauf neuer Unternehmen andererseits deutlich zu erhöhen. Mit rund 300 Millionen Euro stehen der MBB-Gruppe auch nach dem Rückkauf ausreichend liquide Mittel für ein weiterhin außerordentliches Wachstum zur Verfügung.

Die MBB-Aktie springt nach der Meldung um zehn Euro auf 84 Euro. Der Börsenwert klettert nach der Handelsaussetzung entsprechend von 488,4 Millionen auf 554,4 Millionen Euro - ein Plus von 660.000 Euro. Investierte Anleger geben bei der AKTIONÄR-Altempfehlung vorerst weiter keine Stücke aus der Hand. DER AKTIONÄR hält MBB-Anleger hier auf dem Laufenden und klärt dabei in Kürze auch die Frage, ob man im laufenden Jahr trotz der Maßnahme noch mit einer weiteren Übernahme rechnen kann.